Regensburg (RL). Der Verein für Kommunale Archivpflege blickte bei seiner Mitgliedsversammlung auf das Geschäftsjahr 2024 zurück – mit einer durchweg positiven Bilanz: Die finanzielle Situation ist gut, der Verein und damit auch die Archivpflege im Landkreis wachsen stetig.
Als neue Mitgliedsgemeinde kam im vergangenen Jahr Tegernheim dazu. Damit betreuen die sechs beim Verein angestellten Archivpfleger
24 Gemeinden und zwei Verwaltungsgemeinschaften. Je nach Bedarf buchen diese eine unterschiedliche Anzahl an
Arbeitsstunden, in denen die Fachkräfte den Aufbau der Kommunalarchive weiter voranbringen. Sie sichten und bewerten Aktenmaterial und
entscheiden, was ausgesondert wird und was archivwürdig ist. Gegebenenfalls werden die Dokumente schließlich verzeichnet und verpackt.
Auch heimatkundliche Sammlungen werden von ihnen gesichtet. Schließlich gehört auch die Beratung von Verwaltungsangestellten und Archivnutzern zu
ihren Aufgaben.
Seit 2016 wurden so mehr als 65.000 Akten in über 33 Beständen sowie Museumsexponate erfasst. 12.000 Einheiten waren es allein
im Geschäftsjahr 2024. "Die Geschichte des Vereins ist eine Erfolgsgeschichte", sagt die 1. Vorsitzende Landrätin Tanja Schweiger. "Er hilft den
Gemeinden nicht nur, ihrem gesetzlichen Archivierungsauftrag nachzukommen, sondern hat auch das Erbe und die
Geschichte unserer Region im Blick." Die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nahmen
stellvertretend für ihre Gemeinden bei der Mitgliederversammlung Sachbericht und Finanzbericht
zur Kenntnis. Mitgliedsbeiträge decken im Wesentlichen die Ausgaben des Vereins. Das Kreisrechnungsprüfungsamt hatte bei seiner Kassenprüfung
keine Beanstandungen. Neben der Zustimmung zum Haushaltsentwurf für 2025 und der Festsetzung der Beiträge, darunter auch ein Beratungsbeitrag
für Nichtmitglieder, beschloss die Versammlung zudem, dass auch Zweckverbände für ihre Archivarbeit Stundenkontingente beim Verein für Kommunale
Archivpflege buchen können.
Sie müssen dabei keinen Sockelbeitrag entrichten, damit die im jeweiligen Verband organisierten Gemeinden diesen nicht
doppelt bezahlen müssen. Den Verbänden werden nur die gebuchten Stundenkontingente in Rechnung gestellt. Mit dieser Erweiterung des Angebots und
nach der positiven Bilanz zum Jahr 2024 war die Entlastung des Vorstandes am Ende der Versammlung nur noch eine Formsache.
Regensburg (RL). Auch dieses Jahr beteiligt sich der Landkreis Regensburg bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Wanderausstellung "Humans of the Holocaust" präsentiert 41 bewegende Geschichten des israelischen Künstlers Erez Kaganovitz über menschliche Stärke, Überlebenswillen und Hoffnung inmitten der Dunkelheit. In Neutraubling wird die Ausstellung um eine weitere persönliche Erzählung erweitert: die Geschichte von Ernst Grube.
Die Ausstellung wurde organisiert von Th. Eberlein, Projektkoordinatorin "Mach mit" sowie der Integrationsstelle des Landratsamtes Rgbg.
in Kooperation mit der vhs Regensburger. Koordiniert wird die Ausstellung von der Stiftung Jugendaustausch Bayern. Ziel der Ausstellung ist, junge
Menschen über den Holocaust zu informieren und ihr Bewusstsein für dieses wichtige Kapitel der Geschichte zu schärfen. "Humans of the Holocaust" bietet
einen emotionalen Einblick in das Leben von Holocaustüberlebenden und ihren Nachfahren. Durch einfühlsame Fotografien, begleitende Texte und digitale
Elemente werden individuelle Schicksale dargestellt, die über das Konzept einer klassischen Holocaust-Ausstellung hinausgehen. So handeln die Geschichten
von Menschen wie Dugo Litner, der Auschwitz überlebte und das Symbol des gelben Judensterns als hoffnungsvolle Erinnerung für sich umgestaltet hat, oder
Rita Berkowitz, die als "Miss Holocaust Survivor" ein Leben voller Stärke und Ambitionen führt. Die Auseinandersetzung mit realen Lebensgeschichten
vereinfacht den Zugang zur Geschichte.
Mit der persönlichen Erzählung des Holocaustüberlebenden Ernst Grube erhält die Ausstellung eine weitere
eindrückliche Perspektive mit regionalem Bezug. Grube, 1932 in München geboren, wurde am 8.5.1945 von der Roten Armee zusammen mit seiner Mutter
und seinen zwei Geschwistern aus dem Ghetto Theresienstadt befreit. Sein lebenslanges Engagement für Demokratie, Zivilcourage und eine aktive
Vergangenheits- und Aufarbeitungspolitik macht ihn zu einer wichtigen Stimme der Erinnerungskultur. Seine Geschichte verdeutlicht, wie wichtig es
ist, das Bewusstsein über die Vergangenheit zu bewahren – für kommende Generationen.
Humans of the Holocaust b. Brücken
W. Schwarzenberger von der Stiftung Jugendaustausch Bayern betont, dass die Ausstellung eine wichtige Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft schlägt. Er fügt hinzu: "Die Ausstellung und unsere Arbeit für den Jugendaustausch teilen die gleiche Grundidee: Das Existenzrecht von Israel
ist nicht verhandelbar! Wir ermutigen Jugendliche, sich aktiv gegen israelbezogenen Antisemitismus, Rassismus und jegliche Formen von
Intoleranz einzusetzen. Das gegenseitige Kennenlernen und die Förderung der Erinnerungskultur stärken das gegenseitige Verständnis. Für die
nachfolgenden Generationen ist es unsere Pflicht, das Versprechen ,Nie wieder' mit Leben zu füllen."
Landrätin Tanja Schweiger verdeutlicht die
Bedeutung der Ausstellung: "Gerade in Zeiten, in denen es nur wenige unmittelbare Zeugen gibt, die berichten können, ist eine Erinnerung
daran besonders wichtig. Die Ausstellung ermöglicht eine sehr zugängliche Art der Thematisierung. Wir freuen uns sehr, dass das Kooperationsprojekt zu
uns in den Landkreis kommt und wir die Ausstellung mit dem
Regensburger Ernst Grube ergänzen konnten. Das ist wirklich besonders."
Zwei Veranstaltungen geplant
Holocaustüberlebender Ernst Grube erzählt von seiner Verfolgungsgeschichte. Am Mittwoch, 26. März 2025, wird Ernst Grube ab 19 Uhr in der
vhs Regensburger-Land von seiner Lebensgeschichte erzählen. Der 92-Jährige hat Theresienstadt überlebt und ist Präsident der Lagergemeinschaft
Dachau e.V. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten.
Aus der Vergangenheit lernen – Antisemitismus
heute Am Dienstag, 8. April 2025, wird Eva Gruberová von RIAS Bayern, ab 18.30 Uhr in der vhs Regensburger Land über die Geschichte und heutige
Ausdrucksform von Antisemitismus berichten. Die Wanderausstellung kann ab dem 17. März 2025 bis zum 11. April 2025 zu den regulären Öffnungszeiten der
vhs Regensburger Land (Königsberger Str. 4, 93073 Neutraubling) besichtigt werden.
Hintergrund
Internationale Wochen gegen Rassismus 2025. Das Motto der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus beträgt "Menschenwürde schützen".
Der Landkreis Regensburg beteiligt sich 2025 erneut an dem vielseitigen Programm. Organisiert wird der Beitrag von Seiten des Landkreises durch
Mach mit!-Koordinatorin Theresa Eberlein, Lydia Keil (Integrationsstelle) und Christoph Kaindl ( vhs Regensburger Land). Weitere Informationen zum Programm
in und um Regensburg auf: www.regensburg.de/ wochengegenrassismus.
Über die Ausstellung und Künstler
Das Foto-Projekt "Humans of the Holocaust" entstand, nachdem Fotograf Erez Kaganovitz eine Studie der Jewish Claims Conference gelesen hatte. Daraus
ging hervor, dass über zwei Drittel der Jugendlichen in den USA noch nie etwas von Auschwitz gehört haben. Als Enkel eines Holocaust-Überlebenden
will Kaganovitz mit seinen Fotos die Überlebenden, ihre Nachfahren sowie deren Geschichten in den Mittelpunkt rücken und damit junge Menschen für
die Vergangenheit sensibilisieren. Die Ausstellung wurde unter anderem in der Deutschen Botschaft in Israel sowie in der Bayerischen Auslandsrepräsentanz
in Israel gezeigt. Der in Israel geborene Künstler Erez Kaganovitz lebt und
arbeitet in Tel Aviv. Mehr Informationen unter: http://www.humansoftelaviv.co.il/
Stiftung Jugendaustausch Bayern
Die Stiftung Jugendaustausch Bayern wurde im Juli 2021 von der Bayerischen Staatsregierung gegründet. Sie hat das Ziel, jedem jungen Menschen in
Bayern einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Dazu entwickelt und fördert sie innovative Projekt- und Programmformate mit Trägern des
internationalen Jugendaustauschs und verstärkt bestehende Begegnungsprogramme mit Fokus auf unterrepräsentierte Zielgruppen. Geografische
Schwerpunkte sind Israel, Tschechien, das Vereinigte Königreich und der Kontinent Afrika. Mehr Informationen unter: https://jugendaustausch. bayern/
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Ob aus Stein, Beton oder Holz: Im Landkreis Regensburg gibt es rund 58.600 Häuser mit rund 90.200 Wohnungen. Ein Großteil davon ist längst in die Jahre gekommen: Rund 25.600 der Gebäude wurden vor 1980 gebaut. Das geht aus einer statistischen Auswertung zum Gebäudebestand hervor, die das Pestel-Institut für die IG BAU Oberpfalz gemacht hat. Die Bau-Gewerkschaft will damit den Wohnungsbau in den Fokus rücken – den Neubau genauso wie die Sanierung älterer Gebäude: "Damit da im Landkreis Regensburg mehr passiert, muss die neue Bundesregierung für den Wohnungsbau eine Offensive starten.
Genau danach sieht es im Moment aber nicht aus", sagt Manfred Götz. Der stellvertretende Vorsitzende der IG BAU Oberpfalz warnt CDU/ CSU und SPD davor, den Wohnungsbau bei den Koalitionsverhandlungen zu vernachlässigen. Deshalb appelliert die IG BAU Oberpfalz jetzt an die CSU und an die SPD im Landkreis Regensburg, deutliche Signale nach Berlin zu senden: "Wohnen ist das A und O für die Menschen. Wohnungsnot und Mieten-Explosion sind für viele Menschen ein massives Problem. Eine Regierung, die das jetzt nicht effektiv anpackt, regiert an den Menschen vorbei", so Manfred Götz. Diese Botschaft müsse dringend "vom Landkreis Regensburg aus an den Tisch der Koalitionsverhandlungen gefunkt werden".
Immerhin gehe es auch den Neubau von Wohnungen im Landkreis Regensburg. Ebenso wie um die Energiespar-Sanierung alter Wohngebäude – von der Dachdämmung bis zum Austausch alter Fenster. Gesamt gibt es im Landkreis nach Angaben des Pestel-Instituts rund 41.000 Wohnungen, die vor 1980 gebaut wurden. "Gerade von diesen Wohnungen, die 45 Jahre und älter sind, brauchen die meisten eine Sanierung: Es geht darum, deutlich mehr Wohnungen altersgerecht zu machen, wenn demnächst immer mehr Baby-Boomer
in Rente gehen und älter werden", sagt Manfred Götz. Dabei komme es auf Badsanierungen an. Denn bei Seniorenwohnungen seien vor allem Duschen ohne Schwellen wichtig. Außerdem gehe es um breite Türen: "Ältere müssen in der Lage sein, sich mit einem Rollator in der Wohnung zu bewegen", sagt Götz. Die IG BAU Oberpfalz appelliert außerdem an die neuen Koalitionäre in Berlin, "mehr Menschen im Landkreis Regensburg endlich wieder eine Chance auf Wohneigentum" zu geben. "Wer heute ein Durchschnittseinkommen hat, kann vom eigenen Einfamilienhaus, vom Reihenhaus oder von einer Eigentumswohnung nur träumen. Das muss sich ändern. Schwarz-Rot muss dafür sorgen, dass ein Facharbeiter, der Wohnungen baut, sich die endlich auch wieder leisten kann", fordert Manfred Götz. Der Bund müsse da "dringend etwas unternehmen" – erst recht bei wieder steigenden Bauzinsen. Es komme darauf an, dass die neue Bundesregierung "die Weichen für eine Trendwende beim Wohnungsbau stellt – für einen Neubau-Turbo", so die IG BAU Oberpfalz. Insbesondere beim sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben. "Es ist höchste Zeit, dass wieder mehr Wohnungen gebaut werden – dass die Zahl der Neubauten wieder deutlich nach oben geht", so Götz. Als bundesweite Zielmarke nennt die IG BAU 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen und 60.000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr. Union und SPD setzten mit ihrer Infrastruktur-Offensive bei den Koalitionsverhandlungen einen entscheidenden Schwerpunkt: "Es ist richtig und wichtig, in die Infrastruktur zu investieren – in jede sanierte und neu gebaute Straße, jede Brücke, jede Schiene", sagt Manfred Götz. Davon werde auch der Landkreis Regensburg enorm profitieren. Es sei auch gut, Schulen als Teil der Infrastruktur zu sanieren. "Es ist dabei aber auch wichtig und notwendig, dafür zu sorgen, dass sich Familien das Wohnen im Umfeld sanierter Schulen wieder leisten können", so der stellvertretende Vorsitzende der IG BAU Oberpfalz.
Regensburg (RL). Am 18. März 2025 fand im großen Sitzungssaal des Landratsamtes unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen auch Entscheidungen über Zuschüsse. Der Ausschuss genehmigte alle Zuschussgesuche – hier die Zusammenfassung:
Die Eltern- und Familienarbeit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg e.V. – Regionale KEB Regensburg Stadt und des Evangelischen Bildungswerks e.V. wird in den Haushaltsjahren 2026 bis 2028 mit einem Betrag von 2.000 Euro (KEB) beziehungsweise 1.500 Euro (EBW) pro Jahr vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel gefördert. Das Projekt "wellcome" des Evangelischen Bildungswerks Regensburg e.V. wird in den Haushaltsjahren 2026 bis 2028 vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel jährlich mit bis zu 5.000 Euro gefördert. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS wird in den Haushaltsjahren 2026 bis 2028 vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel jährlich mit 15.000 Euro gefördert. Die Beratungsstelle "waagnis" des Trägers Waagnis e.V. wird in den Haushaltsjahren 2026 bis 2028 unter Vorbehalt zur Verfügung stehender Haushaltsmittel mit maximal 12.000 Euro jährlich gefördert. Der Kurs zum Nachholen des erfolgreichen beziehungsweise qualifizierenden Mittelschulabschlusses (HASA basis) wird für fünf Jahre ab dem Schuljahr 2025/ 2026 bis
zum Schuljahr 2029/2030 mit einem Maximalbetrag zwischen 77.246 Euro (für das Schuljahr 2025/ 2026) und 86.582 Euro (für das Schuljahr 2029/ 2030) gefördert. Außerdem werden in Härtefällen für Teilnehmende aus dem Landkreis Regensburg die Teilnehmergebühren übernommen. Zugestimmt wurde dem Ausbau der Jugend- und Familientherapeutischen Beratungsstelle der Stadt Regensburg um eine Psychologenstelle zum Haushalt 2026. Der Landkreis beteiligt sich vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2026 weiterhin an den Kosten der Jugend- und Familientherapeutischen Beratungsstelle der Stadt Rgbg. entsprechend der Inanspruchnahme durch Familien aus dem Landkreis. Ebenfalls eine Empfehlung sprach der Ausschuss zum Ausbau der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. um eine Vollzeitstelle Master/ Diplom-Psychologie aus, sowie um eine Verwaltungskraft mit 12 Wochenstunden. Mit den zusätzlich beantragten Stellen soll unter anderem eine neue Außenstelle in Neutraubling eröffnet werden.
Regensburg (R/L). Landrätin Tanja Schweiger und Kreiskämmerin Petra Grimm stellten in einer Pressekonferenz am 21.3.25 die Eckpunkte des Kreishaushalts 2025 vor. Mit 322.136.100 Euro liegt das Gesamthaushaltsvolumen um 12,6% höher als im Haushaltsjahr 2024. Dabei stieg der Verwaltungshaushalt um 9,5% auf 270.234.400 Euro, der Vermögenshaushalt um 31,8 Prozent auf 51.901.700 Euro. Der Kreisausschuss wird in seiner Sitzung am 27.3.25 den Haushaltsentwurf vorberaten. Die abschließende Entscheidung über das Zahlenwerk trifft der Kreistag in der Sitzung am 7.4.25.
Landrätin Tanja Schweiger: "Der Kreishaushalt 2025 steht im Zeichen massiv eingeschränkter finanzieller Spielräume. Alleine die höhere Bezirksumlage,
die der Landkreis bezahlen muss, führt zu Mehrausgaben von 11,3 Mio. Euro. Dennoch gelang es erneut, auch in diesem Kreishaushalt wieder
erhebliche Investitionen in die Bildungs- und Mobilitätsinfrastruktur vorzusehen. Ebenso versuchen wir weiterhin unserem Anspruch als leistungsfähige
Service- und Dienstleistungsbehörde gerecht zu werden, was insbesondere für die Wirtschaft und auch für die Landkreisbürgerinnen und –bürger eine hohe
Bedeutung hat. Mit dem Kreishaushalt 2025 sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. Und schaffen so ein stabiles Fundament, um
die Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte bewältigen zu können. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen stellt der Kreishaushalt
2025 dafür die notwendigen Weichen."
Die Eckdaten des Haushalts wurden vorab mit den Sprechern der im Kreistag vertretenen Fraktionen sowie mit
der Vorstandschaft des Bayerischen Gemeindetages, Kreisverband Regensburg, abgestimmt. Ebenso wurden sie in einer Bürgermeisterkonferenz vorgestellt.
Im Mittelpunkt aller Vorberatungen stand die Frage, in welcher Höhe der Kreisumlage-Hebesatz angehoben werden muss angesichts der für das Haushaltsjahr
2025 prognostizierten Mehrausgaben im Verwaltungshaushalt von 21,3 Mio. Euro.
Nach intensiven Abstimmungsprozessen konnte die Landkreisverwaltung eine Reihe von Maßnahmen identifizieren, die zu einer Absenkung des durch die Kreisumlage abzudeckenden Finanzbedarfs von zunächst 21,3 Mio. Euro auf jetzt 16,5 Mio. Euro führten. Der Kreisumlage-Hebesatz soll nun um 5,5 Prozentpunkte auf dann 49 Prozent angehoben werden – nach den ersten Berechnungen im Dezember 2024 musste sogar von einem Anstieg um acht bis neun Prozentpunkten ausgegangen werden. Möglich wurde die niedrigere Anhebung durch Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen, durch die Zurückstellung einiger Straßenbauprojekte in das nächste Jahr, durch Einsparungen bei Digitalisierungsvorhaben, sowie durch die Auflösung von Rückstellungen (Haushaltsausgaberesten).
Kreishaushalt 2025 – Eckpunkte
Investitionsprogramm 2024-2028
Das Investitionsprogramm 2024-2028 sieht Ausgaben von insgesamt 190,5 Mio. Euro vor, davon 44,2 Mio. Euro für 2025. Schwerpunkt des
Investitionsprogramms 2024-2028
ist erneut der Bildungsbereich mit insgesamt 92,9 Mio. Euro, davon 27,1 Mio. Euro für 2025. Im Haushaltsjahr 2025 gehen somit 61,3 Prozent aller Investitionen in den Ausbau der Bildungsinfrastruktur – und zwar für den Neubau der Dreifachsporthalle und der Schwimmhalle an der Realschule Regenstauf, in die Schaffung weiterer Klassenräume beim Gymnasium Lappersdorf sowie in einen zusätzlichen Erweiterungsbau beim Gymnasium Neutraubling. Desweiteren wird mit dem Landkreis Neumarkt i.d.OPf. in das gemeinsame Schulzentrum Parsberg investiert, und zwar in die Generalsanierung des Gymnasiums Parsberg sowie für Baumaßnahmen an der Realschule Parsberg.
Kreisumlage-Hebesatz
Der Kreisumlage-Hebesatz – also die Kennzahl dafür, wieviel der Landkreis von den 41 Gemeinden an Umlagezahlungen erhebt – steigt, unter anderem
aufgrund des erheblichen Finanzbedarfs durch die Anhebung der Bezirksumlage, um 5,5 Prozentpunkte auf dann 49 Prozent. Bei einem Vergleich der
Kreisumlage nach der Umlagebelastung der Gemeinden je Einwohner belegte der Landkreis Regensburg mit 578,23 Euro in 2024 den achtniedrigsten
Wert in Bayern und den zweitniedrigsten in der Oberpfalz. (Vergleichsdaten für 2025 liegen auf Oberpfalz- und Bayernebene derzeit noch nicht vor.)
Jugendhilfeausgaben
Der vorgesehene Haushaltsansatz von 34,5 Mio. Euro liegt um 4,5 Mio. Euro über dem Ansatz von 2024, und entspricht damit den voraussichtlichen
Ist-Ausgaben für das Haushaltsjahr 2024. Die Landkreisverwaltung wird versuchen, dieses Ausgabenniveau zu halten, Mehrausgaben im Jugendhilfehaushalt
zum Jahresende können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, nachdem bereits zu erwartende Tariferhöhungen zu höheren Kosten führen werden.
Personalausgaben
Maßgeblich bedingt durch Tarifsteigerungen erhöhen sich die Personalausgaben in 2025 um 2,2 Mio. Euro (plus 5,1 Prozent) auf 46,6 Mio. Euro, davon
entfallen etwa 11,3 Mio. Euro alleine auf Personalkosten für das Jugendamt. Der Stellenplan 2025 sieht für das Landratsamt eine Erhöhung um vier auf
dann 668 Stellen vor; der für die Kreisklinik eine Erhöhung um zehn auf dann 378 Stellen.
Kostenunterdeckung im Staatlichen Landratsamt
Die Kostenunterdeckung im staatlichen Landratsamt - also der Betrag, den der Landkreis vom Freistaat Bayern für die Erfüllung staatlicher Aufgaben zu
wenig bekommt – beträgt für 2023 insgesamt 6,9 Mio. Euro, für 2022 lag dieser Betrag bei 6,5 Mio. Euro, für 2021 bei 5,5 Mio. Euro.
Finanzdaten
Die deutlich eingeschränkten finanziellen Spielräume verdeutlichen folgende Kennzahlen: Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den
Vermögenshaushalt beträgt 5 Mio. Euro; eine freie Finanzspanne kann nicht mehr erwirtschaftet werden. Um die Sollzuführung zu erreichen, müssen nicht
mehr benötigte Haushaltsausgabereste in Höhe von 2,7 Mio. Euro aufgelöst werden. Um die Investitionen im Vermögenshaushalt zu finanzieren, bedarf es
einer Kreditaufnahme von 10,1 Mio. Euro.
Regensburg (RL). Am 18. März 2025 fand im großen Sitzungssaal des Landratsamtes unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Im Mittelpunkt stand die Vorberatung des Jugendhilfehaushalts für 2025. Dieser sieht eine Erhöhung des Zuschussbedarfes – also der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben – um 4,5 Mio. Euro auf dann 34,5 Mio. Euro vor. Dieser höhere Zuschussbedarf für 2025 ist vor allem auf die steigenden Kosten bei den vollstationären, teilstationären und ambulanten Leistungen und Maßnahmen der Jugendhilfe zurückzuführen.
Im vergangenen Jahr haben sich sowohl die Tagessätze für die vollstationären und teilstationären Leistungen als auch die Stundensätze für die ambulanten Leistungen erneut aufgrund der tariflichen und allgemeinen Preissteigerungen deutlich erhöht. Dies bedeutete auf ein Jahr rund 2,8 Mio. Euro an Mehrausgaben nur aufgrund dieser Entgeltsteigerungen.
Rückgang bei Gesamtfallzahlen
Ausgaben steigen trotzdem. Im letzten Jahr ist es gelungen, dem Trend der steigenden Fallzahlen entgegenzuwirken und die Gesamtfallzahlen zu
reduzieren. Dennoch müssen
die Ausgabenhaushaltsansätze gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutlich angepasst werden, vor allem bei den kostenintensiven stationären Hilfen.
Hierbei wurde das vorläufige Rechnungsergebnis 2024 zugrunde gelegt. Die Erhöhung betrifft hauptsächlich die Unterbringung in Mutter/Vater-Kind-
Einrichtungen, die teilstationäre Erziehungshilfe, die Heimerziehung, die Eingliederungshilfe in allen Bereichen – sowohl voll- und teilstationär
als auch ambulant – und die vollstationäre Hilfe für junge Volljährige. Ebenfalls betroffen sind die vorläufigen Maßnahmen zum Schutz von Kindern
und Jugendlichen. Im ambulanten Bereich ist weiterhin die Kostensteigerung bei den Schulbegleitungen auffällig, die jedoch 2024 durch Reduzierung
der gewährten Gesamtfachleistungsstunden und Umstellung auf Maßnahmekombinationen/ Poollösungen prozentual geringer ausfiel als in den Vorjahren.
Außerdem ist im Haushaltsjahr 2025 mit weiteren Zuweisungen von unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMA) zu rechnen. Aufgrund fehlender freier
Plätze in Jugendhilfeeinrichtungen müssen nach wie vor durch das Kreisjugendamt Räumlichkeiten angemietet und Betreuungsmöglichkeiten für UMA
geschaffen werden. Für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von (ehemaligen) UMA werden die Ausgabenansätze für 2025 daher erneut erhöht.
Da die Aufwendungen jedoch in der Regel vom Bezirk erstattet werden, werden auch die Ansätze bei den Einnahmehaushaltsstellen entsprechend angepasst.
Resolution zur Effizienzsteigerung
Der Landkreis Regensburg verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg der Haushaltsausgaben des Kreisjugendamtes, vor allem im Bereich der
ambulanten Eingliederungshilfe (Schulbegleitungen nach § 35 a SGB VIII). Die steigende Zahl an Bewilligungen sowie die unterschiedlichen
Finanzierungsstrukturen (Beauftragung eines Trägers, gesetzliche Grundlage) belasten den Kreishaushalt in Höhe von etwa 5,6 Millionen Euro
(Haushaltsjahr 2024) erheblich. In Anbetracht dieser Entwicklung wurden strukturelle Veränderungen der Prozesse seitens der
Verwaltung durchgeführt, um die Kosten für die ambulante Eingliederungshilfe zu senken, die Qualität der ambulanten Eingliederungshilfe
sicherzustellen und langfristige Finanzierungsstrategien zu etablieren. Das Kreisjugendamt Regensburg hat sich die Aufgabe gestellt, ein
ganzheitliches Konzept zu entwickeln, um die Unterstützungssituation von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf künftig
effizienter zu gestalten. Das Kreisjugendamt hat im vergangenen Jahr hierfür bereits weitreichende Maßnahmen zur Prozessoptimierung in der
Eingliederungshilfe durchgeführt. Hintergrund ist, dass es nicht die Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist, das Schulsystem für Inklusion
zu stabilisieren, wie dies aktuell durch den erheblichen Einsatz von Schulbegleitern, die von den Kommunen über die Jugendhilfe
finanziert werden, erfolgt. Der Jugendhilfeausschuss verabschiedete eine Resolution,
welche konkrete Forderungen bezüglich möglicher Vorgehens- und Gesetzesänderungen an den Freistaat Bayern und die Bundesregierung stellt. Um den steigenden Fallzahlen entgegenzuwirken, soll unter anderem künftig das Konzept des infrastrukturellen Poolings umgesetzt werden. Ein Schulbegleiter soll demnach mehrere Schüler betreuen, nicht nur einen. Dem Modell liegt der Inklusionsgedanke zugrunde, nicht – wie bisher – Schülerinnen und Schülern mit Behinderung eine individuelle Schulbegleitung zuzuordnen, sondern die Infrastruktur in der Schule in der Weise zu stärken, dass es in den Schulen möglich ist, junge Menschen mit Behinderung zu beschulen. Ziel ist es, infrastrukturelle Schulbegleitung an den Schulen umzusetzen, die eine hohe Anzahl an Schulbegleiter-Einzelfallhilfen aufweisen.
Modif. Ausbau Jugendsozialarbeit
An derzeit 42 förderfähigen Schulstandorten im Landkreis gibt es Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Als "Filiale der Jugendhilfe" vor Ort ist diese
ein Bindeglied zwischen Jugendamt und Schule und hat sich seit ihrer Einführung 2009 fest etabliert. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit von
Jugendhilfe und Schule ist eine bestmögliche Förderung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet. Langfristig gesehen trägt
die sozialpädagogische Arbeit an den Schulen maßgeblich zu einem besseren Miteinander und zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei und erspart spätere
Ausgaben für aufwendige und sehr teure "Reparaturanstrengungen". Der Jugendhilfeausschuss beschloss, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen und hierfür
den Bedarf für Unterstützungsangebote durch JaS oder eine Beratungskraft für die Grundschulen Großberg, Thalmassing, Pettendorf-Pielenhofen,
Brennberg, Hagelstadt, Deuerling, Aufhausen-Pfakofen, für die Mittelschule Wenzenbach sowie für das Gymnasium Neutraubling grundsätzlich anzuerkennen.
Die Verwaltung wurde beauftragt, den Bedarf aller Schulen (für die bereits Jugendsozialarbeit bewilligt und für die sie beantragt wurde) zu prüfen
und eine Bewertung vorzunehmen, damit mit vorzunehmenden Umverteilungen Neuanträge berücksichtigt werden können. Dies muss im Rahmen der bereits vom
Kreistag für die Jugendsozialarbeit bewilligten Stellen erfolgen. Für Schulen mit in der Regel bis zu vier Klassen wurde die Verwaltung ermächtigt,
ein neues Unterstützungsangebot zu schaffen. Diese Schulen können mit einer Vorort-Sprechstunde des Jugendamtes versorgt werden.
Umfassende Berichterstattungen
Der Ausschuss wurde in der Sitzung über eine Reihe von Themen informiert, so über die Tätigkeit der im Kreisjugendamt angesiedelten Verfahrenslotsin,
über die Bedarfsplanung in der Kindertagesbetreuung, über die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes, über die aktuelle Situation der
unbegleiteten minderjährigen Ausländer sowie auch über den 42 –seitigen Jahresbericht 2024 des Kreisjugendamtes.
Anpassung der Betreuerhonorare für Ferien- und Freizeitmaßnahmen
Der Jugendhilfeausschuss stimmte zudem einer Anpassung der Betreuervergütungen bei Ferienaktionen des Landkreises ab 01.04.2025 wie folgt zu: Für
mehrtägige Ferienmaßnahmen mit Übernachtung erhalten die Betreuer ein tägliches Honorar von 65 Euro (bisher 55 Euro). Für eintägige Ferienmaßnahmen wie
etwa die Tagesfahrten beträgt das tägliche Honorar 60 Euro (bisher 50 Euro). Für die notwendigen Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen sowie die Teilnahme
an Vortreffen beträgt das Honorar täglich 35 Euro (bisher 30 Euro).
Regensburg (RL). Der Landkreis Regensburg hat gemeinsam mit der Stadt Regensburg und den regionalen Akteuren ein Projekt gestartet, das darauf abzielt, die Vielfalt und Qualität der regionalen und bioregionalen Lebensmittel sichtbarer zu machen, die Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen und eine regionale Dachmarke zu etablieren. Der erste Workshop stieß auf großes Interesse der regionalen Akteure aus den Bereichen Lebensmittelproduktion, Verarbeitung, Vermarktung sowie Gastronomie: Im Kuhstallcafé Illkofen trafen sich über 40 Vertreter der landwirtschaftlichen Betriebe und der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen.
Auch die Verantwortlichen von den Ämtern und weiteren Organisationen – darunter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-
Schwandorf, Kreisverband Regensburg des Bayerischen Bauernverbands, Heimatagentur sowie von Öko-Modellregion und Biostadt Regensburg –
brachten sich mit ihrer Expertise ein. Moderation und fachliche Begleitung übernahm das Büro aHEU – Regionale Vermarktungsstrategien.
Die Region
Regensburg bietet gute Voraussetzungen für einen hohen Anteil der Selbstversorgung, da ein großer Teil der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird
und zahlreiche Betriebe Lebensmittel verarbeiten und vermarkten. In der Sitzung wurden bestehende Wertschöpfungsketten und Strukturen der
regionalen Lebensmittelversorgung hinsichtlich Potentialen und Lücken identifiziert und die Entwicklungsperspektiven für die Regionaltheke
Regensburg beleuchtet. Zugleich wurden neu angestoßene Projekte wie der Modellregionenwettbewerb Ernährungswende vorgestellt, welcher in den
kommenden zwei Jahren weitere Vertriebsmöglichkeiten (z. B eine B2B-Plattform) für die regionale Land- und Lebensmittelwirtschaft
und Lebensmittelwirtschaft eröffnen wird.
In den folgenden Workshops werden die Projektverantwortlichen zusammen mit regionalen Stakeholdern eine Strategie zur erfolgreichen Umsetzung der
Dachmarke entwickeln. Mit dem Treffen in Illkofen wurde zudem ein weiterer Schritt zur Etablierung eines Netzwerks aus regionalen Erzeugern, Verarbeitern und
Vermarktern unternommen. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können sich am Projekt beteiligen, indem sie bis zum 30.04.2025 an einer Umfrage
zu den regionalen Produkten teilnehmen. Die Umfrage ist zu finden unter https://mein.landkreis-regensburg.de/regionaler-genuss.
Hintergrund:
Das Kooperationsprojekt "Dachmarke in der Region Regensburg" wird im Rahmen der Regionalmanagement-Förderung im Zeitraum vom 1. Juni 2024 bis zum
31. Mai 2027 durchgeführt. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt.
Weitere Informationen sind erhältlich bei Dr. Magdalena Meyerweissflog, Regionalmanagerin im Landkreis Regensburg, Telefon: 0941 4009-465,
E-Mail: regionalmanagement@lra-regensburg.de.
Regensburg (RL). In einem Bienenbestand in der Stadt Neutraubling wurde die Amerikanische Faulbrut festgestellt, eine für Bienen gefährliche Tierseuche. Das Landratsamt Regensburg hat das Gebiet um den Ausbruchsbetrieb im Radius von etwa 3 Kilometern per Allgemeinverfügung zum Sperrbezirk erklärt.
Folgende Regelungen im Sperrbezirk
Alle Bienenstände und alle Bienenvölker im Sperrbezirk müssen unverzüglich durch das Veterinäramt untersucht werden. Daher sind alle Bienenhalter
im Sperrbezirk dazu verpflichtet, sich mit dem Landratsamt in Verbindung zu setzen und ihre Adresse und den Standort ihrer Bienenvölker anzugeben
Kontakt: E-Mail: veterinaeramt@landratsamt-regensburg.de,
Tel.: 0941 4009-520. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden. Aus den Bienenständen dürfen weder Völker noch einzelne lebende oder tote Bienen, aber auch keine Waben, Wachs, Honig, Futtervorräte oder benutzte Gerätschaften entfernt werden. Es dürfen auch keine Bienenvölker oder Bienen von außen in den Sperrbezirk gebracht werden. Von Bienen nicht mehr besetzte Waben sind dicht verschlossen zu halten. Die Anordnungen werden wieder aufgehoben, sobald das Veterinäramt festgestellt hat, dass die Bienenseuche erloschen ist. Nähere Informationen zu den Anordnungen sind der entsprechenden Allgemeinverfügung zu entnehmen. Die Karte und die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Regensburg finden Sie auf der Landkreis-Homepage unter: https:// www.landkreis-regensburg.de/ buerger service/gesund heit-verbraucherschutz/ veterinaerwesen- lebensmittelhygiene. Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut (AFB) finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter www.lgl.bayern.de.
Regensburg (RL). Im Jahr 2019 wurde die Koordinierungsstelle Hebammenversorgung von Stadt und Landkreis Regensburg mit dem Ziel gegründet, die Versorgung durch freiberufliche Hebammen nachhaltig zu verbessern. Angesiedelt ist sie beim Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg. Seit September 2024 bietet die Koordinierungsstelle eine Babysprechstunde an, in der junge Eltern an jedem ersten Montag im Monat in der Zeit von 10 bis 12 Uhr Unterstützung und Beratung bekommen.
Ort der Veranstaltung ist das Gesundheitsamt, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg, Zimmer 2.062. Die nächste Babysprechstunde findet statt am Montag, 7. April 2025. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Themen der Babysprechstunde?
In der Babysprechstunde können junge Eltern mit ihren Fragen und Anliegen oder einfach zum Austausch kommen – unverbindlich und kostenlos. Hebamme
Martina Eibl unterstützt gerne bei allen Fragen rund ums Baby während dessen erstem Lebensjahr. Zu folgenden Themen wird beraten und informiert:
Stillprobleme, auf Wunsch Gewichtskontrolle Ihres Babys, Beschwerden durch 3-Monats-Koliken, Ihr Baby weint viel und lange und Sie haben schon
vieles versucht, aber es wird nicht leichter, Schlafprobleme, Eltern-Kind-Bindung, Sie fühlen sich manchmal im Alltag überfordert,
Sie fühlen sich ohne erkennbaren Grund immer wieder traurig und antriebslos, Ernährung mit dem Fläschchen, Einführung der Beikost, Abstillen, Zahnungsprobleme.
Kontakt:
Koordinierungsstelle Hebammenversorgung Stadt und Landkreis Regensburg, Gesundheitsamt, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg, 93059 Regensburg,
Martina Eibl, Telefon 0941 4009-155.
Regensburg (RL). Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es im Landkreis Regensburg Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Gestartet im September 2009 mit zwölf JaS-Fachkräften an elf Schulen ist das Team nach nunmehr über 15 Jahren auf 52 Fachkräfte an 38 Schulen angewachsen. Das 15. Jubiläum wird derzeit im Foyer des Landratsamtes Regensburg mit einer öffentlich zugänglichen Ausstellung gefeiert, die den Titel "JaS ist für mich…" trägt.
Dort kann man sich über die Standorte der Jugendsozialarbeit an Schulen informieren und auf selbstgemalten und beschrifteten Postkarten begutachten, was JaS für die Kinder an den Schulen bedeutet. Die Ausstellung ist von Freitag, 21. März bis Freitag, 11. April 2025, während der Öffnungszeiten des Landratsamtes zu besichtigen. Landrätin Tanja Schweiger konnte sich im Rahmen der Ausstellung ein Bild davon machen, wie die Kinder und Jugendlichen das Angebot an den Schulen wahrnehmen. "15 Jahre JaS im Landkreis, das ist für Kinder und Jugendliche im Landkreis ein ganz wichtiges Hilfsangebot – eine Unterstützung am Lern- und Lebensort Schule, die dort ankommt, wo sie gebraucht wird", vervollständigte die Landrätin den vorgegebenen Motto-Satz aus ihrer Sicht.
JaS-Fachkräfte m. starkem Netzwerk
Die Fachkräfte der Jugendsozialarbeit sind Anlaufstelle der Jugendhilfe direkt an den Schulen. Die Sozialpädagogen unterstützen die Kinder,
Jugendlichen und Eltern bei Fragen der Erziehung, bei Verhaltensauffälligkeiten, Konflikten mit Mitschülern, Schwierigkeiten in der Schule oder zu
Hause in der Familie. Die Hauptaufgabe der Jugendsozialarbeit ist die Einzelfallarbeit mit Schülern, aber auch das Gestalten, Planen und Organisieren
von präventiven Projekten zu Themen wie Sozialkompetenz, Medienerziehung über Gewaltprävention bis hin zur Suchtprävention. Als Bindeglied zwischen
Schülern, Eltern, Lehrkräften,
Schulleitung und Jugendamt ist die Jugendsozialarbeit auch stark vernetzt mit externen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel den Erziehungsberatungsstellen. Das niedrigschwellige Angebot stellt einen Gewinn für die Familien, die Schulen und die Jugendhilfe dar. Die Eltern und ihre Kinder haben eine Ansprechperson an der Schule, die dennoch getrennt vom Schulsystem arbeitet. Dadurch können die Kinder in ihrer Lebenswelt und in der Schule unterstützt werden, was somit auch zur Bildungsgerechtigkeit beiträgt. Arbeitgeber der Jugendsozialarbeiter an Schulen sind daher nicht die Schulen oder das Kultusministerium, sondern die Landkreise, Städte oder freien Träger.
Stetige Weiterentwicklung und Professionalisierung
Durch die Arbeit der Jugendsozialarbeit können teure Maßnahmen der Jugendhilfe vermieden und das angespannte System entlastet werden. Ziel der JaS
an Schulen ist die Überwindung individueller Beeinträchtigungen und der Ausgleich von Benachteiligungen. In den letzten 15 Jahren entwickelte
und professionalisierte sich die Jugendsozialarbeit im Landkreis stetig weiter. Viele Fachkräfte der ersten Stunde sind noch dabei, darunter auch
die Teamleitung mit Nadja Ateia-Jones und ihr Stellvertreter Rene Bell. Kontakt: René Bell, Stellvertretende Teamleitung Jugendsozialarbeit an Schulen,
Telefon 0941 4009-8452.