Verein für Kommunale Archivpflege

Rund 12.000 Akten wurden archiviert

Regensburg (RL). Der Verein für Kommunale Archivpflege blickte bei seiner Mitgliedsversammlung auf das Geschäftsjahr 2024 zurück – mit einer durchweg positiven Bilanz: Die finanzielle Situation ist gut, der Verein und damit auch die Archivpflege im Landkreis wachsen stetig.

Geschichte unserer Region im Blick." Die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nahmen stellvertretend für ihre Gemeinden bei der Mitgliederversammlung Sachbericht und Finanzbericht zur Kenntnis. Mitgliedsbeiträge decken im Wesentlichen die Ausgaben des Vereins. Das Kreisrechnungsprüfungsamt hatte bei seiner Kassenprüfung keine Beanstandungen. Neben der Zustimmung zum Haushaltsentwurf für 2025 und der Festsetzung der Beiträge, darunter auch ein Beratungsbeitrag für Nichtmitglieder, beschloss die Versammlung zudem, dass auch Zweckverbände für ihre Archivarbeit Stundenkontingente beim Verein für Kommunale Archivpflege buchen können.
Sie müssen dabei keinen Sockelbeitrag entrichten, damit die im jeweiligen Verband organisierten Gemeinden diesen nicht doppelt bezahlen müssen. Den Verbänden werden nur die gebuchten Stundenkontingente in Rechnung gestellt. Mit dieser Erweiterung des Angebots und nach der positiven Bilanz zum Jahr 2024 war die Entlastung des Vorstandes am Ende der Versammlung nur noch eine Formsache.

Bild Dr. Katja Putzer, Dr. Clàudia Kirchner Vives und Raffael Parzefall (v.l.) sind drei der Archivare, die sich beim Verein für Kommunale Archivpflege um die Gemeindearchive kümmern. Foto: Sandra Adler
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Landkreis Regensburg beteiligt sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus

Ausstellung "Humans of the Holocaust"

Regensburg (RL). Auch dieses Jahr beteiligt sich der Landkreis Regensburg bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Wanderausstellung "Humans of the Holocaust" präsentiert 41 bewegende Geschichten des israelischen Künstlers Erez Kaganovitz über menschliche Stärke, Überlebenswillen und Hoffnung inmitten der Dunkelheit. In Neutraubling wird die Ausstellung um eine weitere persönliche Erzählung erweitert: die Geschichte von Ernst Grube.

Regensburger Ernst Grube ergänzen konnten. Das ist wirklich besonders."

Zwei Veranstaltungen geplant
Holocaustüberlebender Ernst Grube erzählt von seiner Verfolgungsgeschichte. Am Mittwoch, 26. März 2025, wird Ernst Grube ab 19 Uhr in der vhs Regensburger-Land von seiner Lebensgeschichte erzählen. Der 92-Jährige hat Theresienstadt überlebt und ist Präsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten.
Aus der Vergangenheit lernen – Antisemitismus heute Am Dienstag, 8. April 2025, wird Eva Gruberová von RIAS Bayern, ab 18.30 Uhr in der vhs Regensburger Land über die Geschichte und heutige Ausdrucksform von Antisemitismus berichten. Die Wanderausstellung kann ab dem 17. März 2025 bis zum 11. April 2025 zu den regulären Öffnungszeiten der vhs Regensburger Land (Königsberger Str. 4, 93073 Neutraubling) besichtigt werden.

Hintergrund
Internationale Wochen gegen Rassismus 2025. Das Motto der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus beträgt "Menschenwürde schützen". Der Landkreis Regensburg beteiligt sich 2025 erneut an dem vielseitigen Programm. Organisiert wird der Beitrag von Seiten des Landkreises durch Mach mit!-Koordinatorin Theresa Eberlein, Lydia Keil (Integrationsstelle) und Christoph Kaindl ( vhs Regensburger Land). Weitere Informationen zum Programm in und um Regensburg auf: www.regensburg.de/ wochengegenrassismus.

Über die Ausstellung und Künstler
Das Foto-Projekt "Humans of the Holocaust" entstand, nachdem Fotograf Erez Kaganovitz eine Studie der Jewish Claims Conference gelesen hatte. Daraus ging hervor, dass über zwei Drittel der Jugendlichen in den USA noch nie etwas von Auschwitz gehört haben. Als Enkel eines Holocaust-Überlebenden will Kaganovitz mit seinen Fotos die Überlebenden, ihre Nachfahren sowie deren Geschichten in den Mittelpunkt rücken und damit junge Menschen für die Vergangenheit sensibilisieren. Die Ausstellung wurde unter anderem in der Deutschen Botschaft in Israel sowie in der Bayerischen Auslandsrepräsentanz in Israel gezeigt. Der in Israel geborene Künstler Erez Kaganovitz lebt und arbeitet in Tel Aviv. Mehr Informationen unter: http://www.humansoftelaviv.co.il/

Stiftung Jugendaustausch Bayern
Die Stiftung Jugendaustausch Bayern wurde im Juli 2021 von der Bayerischen Staatsregierung gegründet. Sie hat das Ziel, jedem jungen Menschen in Bayern einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Dazu entwickelt und fördert sie innovative Projekt- und Programmformate mit Trägern des internationalen Jugendaustauschs und verstärkt bestehende Begegnungsprogramme mit Fokus auf unterrepräsentierte Zielgruppen. Geografische Schwerpunkte sind Israel, Tschechien, das Vereinigte Königreich und der Kontinent Afrika. Mehr Informationen unter: https://jugendaustausch. bayern/

Mach mit! Entdecke Deinen Lkr.
"Mach mit! Entdecke Dein Landratsamt" ist ein Angebot innerhalb der Projektreihe "Mach mit! Entdecke Deinen Landkreis". Alle anderen Macht mit!- Angebot finden Sie auf: www.landkreis-regensburg.de/machmit

Bild Bei der Ausstellungseröffnung (von links): Christoph Kaindl (Stellvertretender Geschäftsführer vhs), Wolfgang Schwarzenberger und Terry-Ann Branch (beide Stiftung Jugendaustausch Bayern), Holocaustüberlebender Ernst Grube, Landrätin Tanja Schweiger, vhs-Geschäftsführerin Roswitha Hierl, Lydia Keil (Integrationsstelle), Projektkoordinatorin "Mach mit" und Ausstellungsorganisatorin Theresa Eberlein. Foto: Maria Meider
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Landkreis Regensburg: 41.000 Wohnungen in 25.600 Häusern sind älter als 45 Jahre

CSU und SPD im Landkreis Regensburg sollen nach Berlin funken: "Wohnen ist das A und O"

Ob aus Stein, Beton oder Holz: Im Landkreis Regensburg gibt es rund 58.600 Häuser mit rund 90.200 Wohnungen. Ein Großteil davon ist längst in die Jahre gekommen: Rund 25.600 der Gebäude wurden vor 1980 gebaut. Das geht aus einer statistischen Auswertung zum Gebäudebestand hervor, die das Pestel-Institut für die IG BAU Oberpfalz gemacht hat. Die Bau-Gewerkschaft will damit den Wohnungsbau in den Fokus rücken – den Neubau genauso wie die Sanierung älterer Gebäude: "Damit da im Landkreis Regensburg mehr passiert, muss die neue Bundesregierung für den Wohnungsbau eine Offensive starten.

in Rente gehen und älter werden", sagt Manfred Götz. Dabei komme es auf Badsanierungen an. Denn bei Seniorenwohnungen seien vor allem Duschen ohne Schwellen wichtig. Außerdem gehe es um breite Türen: "Ältere müssen in der Lage sein, sich mit einem Rollator in der Wohnung zu bewegen", sagt Götz. Die IG BAU Oberpfalz appelliert außerdem an die neuen Koalitionäre in Berlin, "mehr Menschen im Landkreis Regensburg endlich wieder eine Chance auf Wohneigentum" zu geben. "Wer heute ein Durchschnittseinkommen hat, kann vom eigenen Einfamilienhaus, vom Reihenhaus oder von einer Eigentumswohnung nur träumen. Das muss sich ändern. Schwarz-Rot muss dafür sorgen, dass ein Facharbeiter, der Wohnungen baut, sich die endlich auch wieder leisten kann", fordert Manfred Götz. Der Bund müsse da "dringend etwas unternehmen" – erst recht bei wieder steigenden Bauzinsen. Es komme darauf an, dass die neue Bundesregierung "die Weichen für eine Trendwende beim Wohnungsbau stellt – für einen Neubau-Turbo", so die IG BAU Oberpfalz. Insbesondere beim sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben. "Es ist höchste Zeit, dass wieder mehr Wohnungen gebaut werden – dass die Zahl der Neubauten wieder deutlich nach oben geht", so Götz. Als bundesweite Zielmarke nennt die IG BAU 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen und 60.000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr. Union und SPD setzten mit ihrer Infrastruktur-Offensive bei den Koalitionsverhandlungen einen entscheidenden Schwerpunkt: "Es ist richtig und wichtig, in die Infrastruktur zu investieren – in jede sanierte und neu gebaute Straße, jede Brücke, jede Schiene", sagt Manfred Götz. Davon werde auch der Landkreis Regensburg enorm profitieren. Es sei auch gut, Schulen als Teil der Infrastruktur zu sanieren. "Es ist dabei aber auch wichtig und notwendig, dafür zu sorgen, dass sich Familien das Wohnen im Umfeld sanierter Schulen wieder leisten können", so der stellvertretende Vorsitzende der IG BAU Oberpfalz.

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Aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 18. März 2025

Landkreis fördert die Träger der freien Jugendhilfe

Regensburg (RL). Am 18. März 2025 fand im großen Sitzungssaal des Landratsamtes unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen auch Entscheidungen über Zuschüsse. Der Ausschuss genehmigte alle Zuschussgesuche – hier die Zusammenfassung:

zum Schuljahr 2029/2030 mit einem Maximalbetrag zwischen 77.246 Euro (für das Schuljahr 2025/ 2026) und 86.582 Euro (für das Schuljahr 2029/ 2030) gefördert. Außerdem werden in Härtefällen für Teilnehmende aus dem Landkreis Regensburg die Teilnehmergebühren übernommen. Zugestimmt wurde dem Ausbau der Jugend- und Familientherapeutischen Beratungsstelle der Stadt Regensburg um eine Psychologenstelle zum Haushalt 2026. Der Landkreis beteiligt sich vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2026 weiterhin an den Kosten der Jugend- und Familientherapeutischen Beratungsstelle der Stadt Rgbg. entsprechend der Inanspruchnahme durch Familien aus dem Landkreis. Ebenfalls eine Empfehlung sprach der Ausschuss zum Ausbau der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. um eine Vollzeitstelle Master/ Diplom-Psychologie aus, sowie um eine Verwaltungskraft mit 12 Wochenstunden. Mit den zusätzlich beantragten Stellen soll unter anderem eine neue Außenstelle in Neutraubling eröffnet werden.

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Kreishaushalt 2025: Landkreis investiert über 27 Mio. Euro in Bildung

Regensburg (R/L). Landrätin Tanja Schweiger und Kreiskämmerin Petra Grimm stellten in einer Pressekonferenz am 21.3.25 die Eckpunkte des Kreishaushalts 2025 vor. Mit 322.136.100 Euro liegt das Gesamthaushaltsvolumen um 12,6% höher als im Haushaltsjahr 2024. Dabei stieg der Verwaltungshaushalt um 9,5% auf 270.234.400 Euro, der Vermögenshaushalt um 31,8 Prozent auf 51.901.700 Euro. Der Kreisausschuss wird in seiner Sitzung am 27.3.25 den Haushaltsentwurf vorberaten. Die abschließende Entscheidung über das Zahlenwerk trifft der Kreistag in der Sitzung am 7.4.25.

ist erneut der Bildungsbereich mit insgesamt 92,9 Mio. Euro, davon 27,1 Mio. Euro für 2025. Im Haushaltsjahr 2025 gehen somit 61,3 Prozent aller Investitionen in den Ausbau der Bildungsinfrastruktur – und zwar für den Neubau der Dreifachsporthalle und der Schwimmhalle an der Realschule Regenstauf, in die Schaffung weiterer Klassenräume beim Gymnasium Lappersdorf sowie in einen zusätzlichen Erweiterungsbau beim Gymnasium Neutraubling. Desweiteren wird mit dem Landkreis Neumarkt i.d.OPf. in das gemeinsame Schulzentrum Parsberg investiert, und zwar in die Generalsanierung des Gymnasiums Parsberg sowie für Baumaßnahmen an der Realschule Parsberg.

Kreisumlage-Hebesatz
Der Kreisumlage-Hebesatz – also die Kennzahl dafür, wieviel der Landkreis von den 41 Gemeinden an Umlagezahlungen erhebt – steigt, unter anderem aufgrund des erheblichen Finanzbedarfs durch die Anhebung der Bezirksumlage, um 5,5 Prozentpunkte auf dann 49 Prozent. Bei einem Vergleich der Kreisumlage nach der Umlagebelastung der Gemeinden je Einwohner belegte der Landkreis Regensburg mit 578,23 Euro in 2024 den achtniedrigsten Wert in Bayern und den zweitniedrigsten in der Oberpfalz. (Vergleichsdaten für 2025 liegen auf Oberpfalz- und Bayernebene derzeit noch nicht vor.)

Jugendhilfeausgaben
Der vorgesehene Haushaltsansatz von 34,5 Mio. Euro liegt um 4,5 Mio. Euro über dem Ansatz von 2024, und entspricht damit den voraussichtlichen Ist-Ausgaben für das Haushaltsjahr 2024. Die Landkreisverwaltung wird versuchen, dieses Ausgabenniveau zu halten, Mehrausgaben im Jugendhilfehaushalt zum Jahresende können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, nachdem bereits zu erwartende Tariferhöhungen zu höheren Kosten führen werden.

Personalausgaben
Maßgeblich bedingt durch Tarifsteigerungen erhöhen sich die Personalausgaben in 2025 um 2,2 Mio. Euro (plus 5,1 Prozent) auf 46,6 Mio. Euro, davon entfallen etwa 11,3 Mio. Euro alleine auf Personalkosten für das Jugendamt. Der Stellenplan 2025 sieht für das Landratsamt eine Erhöhung um vier auf dann 668 Stellen vor; der für die Kreisklinik eine Erhöhung um zehn auf dann 378 Stellen.

Kostenunterdeckung im Staatlichen Landratsamt
Die Kostenunterdeckung im staatlichen Landratsamt - also der Betrag, den der Landkreis vom Freistaat Bayern für die Erfüllung staatlicher Aufgaben zu wenig bekommt – beträgt für 2023 insgesamt 6,9 Mio. Euro, für 2022 lag dieser Betrag bei 6,5 Mio. Euro, für 2021 bei 5,5 Mio. Euro.

Finanzdaten
Die deutlich eingeschränkten finanziellen Spielräume verdeutlichen folgende Kennzahlen: Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt beträgt 5 Mio. Euro; eine freie Finanzspanne kann nicht mehr erwirtschaftet werden. Um die Sollzuführung zu erreichen, müssen nicht mehr benötigte Haushaltsausgabereste in Höhe von 2,7 Mio. Euro aufgelöst werden. Um die Investitionen im Vermögenshaushalt zu finanzieren, bedarf es einer Kreditaufnahme von 10,1 Mio. Euro.

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Bericht aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 18. März 2025

Regensburg (RL). Am 18. März 2025 fand im großen Sitzungssaal des Landratsamtes unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Im Mittelpunkt stand die Vorberatung des Jugendhilfehaushalts für 2025. Dieser sieht eine Erhöhung des Zuschussbedarfes – also der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben – um 4,5 Mio. Euro auf dann 34,5 Mio. Euro vor. Dieser höhere Zuschussbedarf für 2025 ist vor allem auf die steigenden Kosten bei den vollstationären, teilstationären und ambulanten Leistungen und Maßnahmen der Jugendhilfe zurückzuführen.

welche konkrete Forderungen bezüglich möglicher Vorgehens- und Gesetzesänderungen an den Freistaat Bayern und die Bundesregierung stellt. Um den steigenden Fallzahlen entgegenzuwirken, soll unter anderem künftig das Konzept des infrastrukturellen Poolings umgesetzt werden. Ein Schulbegleiter soll demnach mehrere Schüler betreuen, nicht nur einen. Dem Modell liegt der Inklusionsgedanke zugrunde, nicht – wie bisher – Schülerinnen und Schülern mit Behinderung eine individuelle Schulbegleitung zuzuordnen, sondern die Infrastruktur in der Schule in der Weise zu stärken, dass es in den Schulen möglich ist, junge Menschen mit Behinderung zu beschulen. Ziel ist es, infrastrukturelle Schulbegleitung an den Schulen umzusetzen, die eine hohe Anzahl an Schulbegleiter-Einzelfallhilfen aufweisen.

Modif. Ausbau Jugendsozialarbeit
An derzeit 42 förderfähigen Schulstandorten im Landkreis gibt es Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Als "Filiale der Jugendhilfe" vor Ort ist diese ein Bindeglied zwischen Jugendamt und Schule und hat sich seit ihrer Einführung 2009 fest etabliert. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule ist eine bestmögliche Förderung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet. Langfristig gesehen trägt die sozialpädagogische Arbeit an den Schulen maßgeblich zu einem besseren Miteinander und zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei und erspart spätere Ausgaben für aufwendige und sehr teure "Reparaturanstrengungen". Der Jugendhilfeausschuss beschloss, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen und hierfür den Bedarf für Unterstützungsangebote durch JaS oder eine Beratungskraft für die Grundschulen Großberg, Thalmassing, Pettendorf-Pielenhofen, Brennberg, Hagelstadt, Deuerling, Aufhausen-Pfakofen, für die Mittelschule Wenzenbach sowie für das Gymnasium Neutraubling grundsätzlich anzuerkennen. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Bedarf aller Schulen (für die bereits Jugendsozialarbeit bewilligt und für die sie beantragt wurde) zu prüfen und eine Bewertung vorzunehmen, damit mit vorzunehmenden Umverteilungen Neuanträge berücksichtigt werden können. Dies muss im Rahmen der bereits vom Kreistag für die Jugendsozialarbeit bewilligten Stellen erfolgen. Für Schulen mit in der Regel bis zu vier Klassen wurde die Verwaltung ermächtigt, ein neues Unterstützungsangebot zu schaffen. Diese Schulen können mit einer Vorort-Sprechstunde des Jugendamtes versorgt werden.

Umfassende Berichterstattungen
Der Ausschuss wurde in der Sitzung über eine Reihe von Themen informiert, so über die Tätigkeit der im Kreisjugendamt angesiedelten Verfahrenslotsin, über die Bedarfsplanung in der Kindertagesbetreuung, über die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes, über die aktuelle Situation der unbegleiteten minderjährigen Ausländer sowie auch über den 42 –seitigen Jahresbericht 2024 des Kreisjugendamtes.

Anpassung der Betreuerhonorare für Ferien- und Freizeitmaßnahmen
Der Jugendhilfeausschuss stimmte zudem einer Anpassung der Betreuervergütungen bei Ferienaktionen des Landkreises ab 01.04.2025 wie folgt zu: Für mehrtägige Ferienmaßnahmen mit Übernachtung erhalten die Betreuer ein tägliches Honorar von 65 Euro (bisher 55 Euro). Für eintägige Ferienmaßnahmen wie etwa die Tagesfahrten beträgt das tägliche Honorar 60 Euro (bisher 50 Euro). Für die notwendigen Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen sowie die Teilnahme an Vortreffen beträgt das Honorar täglich 35 Euro (bisher 30 Euro).

Bild Im Mittelpunkt der Beratungen des Jugendhilfeausschusses am 18. März 2025 stand der Jugendhilfehaushalt für 2025. Foto: Beate Geier.
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Auf dem Weg zur Regensburger Dachmarke

Regensburg (RL). Der Landkreis Regensburg hat gemeinsam mit der Stadt Regensburg und den regionalen Akteuren ein Projekt gestartet, das darauf abzielt, die Vielfalt und Qualität der regionalen und bioregionalen Lebensmittel sichtbarer zu machen, die Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen und eine regionale Dachmarke zu etablieren. Der erste Workshop stieß auf großes Interesse der regionalen Akteure aus den Bereichen Lebensmittelproduktion, Verarbeitung, Vermarktung sowie Gastronomie: Im Kuhstallcafé Illkofen trafen sich über 40 Vertreter der landwirtschaftlichen Betriebe und der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen.

und Lebensmittelwirtschaft eröffnen wird. In den folgenden Workshops werden die Projektverantwortlichen zusammen mit regionalen Stakeholdern eine Strategie zur erfolgreichen Umsetzung der Dachmarke entwickeln. Mit dem Treffen in Illkofen wurde zudem ein weiterer Schritt zur Etablierung eines Netzwerks aus regionalen Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern unternommen. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können sich am Projekt beteiligen, indem sie bis zum 30.04.2025 an einer Umfrage zu den regionalen Produkten teilnehmen. Die Umfrage ist zu finden unter https://mein.landkreis-regensburg.de/regionaler-genuss.
Hintergrund: Das Kooperationsprojekt "Dachmarke in der Region Regensburg" wird im Rahmen der Regionalmanagement-Förderung im Zeitraum vom 1. Juni 2024 bis zum 31. Mai 2027 durchgeführt. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt. Weitere Informationen sind erhältlich bei Dr. Magdalena Meyerweissflog, Regionalmanagerin im Landkreis Regensburg, Telefon: 0941 4009-465, E-Mail: regionalmanagement@lra-regensburg.de.

Bild : Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in Illkofen. Foto: Lucia Gareis
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Sperrbezirk wurde errichtet

Amerikanische Faulbrut bei Bienenbestand in Neutraubling

Regensburg (RL). In einem Bienenbestand in der Stadt Neutraubling wurde die Amerikanische Faulbrut festgestellt, eine für Bienen gefährliche Tierseuche. Das Landratsamt Regensburg hat das Gebiet um den Ausbruchsbetrieb im Radius von etwa 3 Kilometern per Allgemeinverfügung zum Sperrbezirk erklärt.

Tel.: 0941 4009-520. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden. Aus den Bienenständen dürfen weder Völker noch einzelne lebende oder tote Bienen, aber auch keine Waben, Wachs, Honig, Futtervorräte oder benutzte Gerätschaften entfernt werden. Es dürfen auch keine Bienenvölker oder Bienen von außen in den Sperrbezirk gebracht werden. Von Bienen nicht mehr besetzte Waben sind dicht verschlossen zu halten. Die Anordnungen werden wieder aufgehoben, sobald das Veterinäramt festgestellt hat, dass die Bienenseuche erloschen ist. Nähere Informationen zu den Anordnungen sind der entsprechenden Allgemeinverfügung zu entnehmen. Die Karte und die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Regensburg finden Sie auf der Landkreis-Homepage unter: https:// www.landkreis-regensburg.de/ buerger service/gesund heit-verbraucherschutz/ veterinaerwesen- lebensmittelhygiene. Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut (AFB) finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter www.lgl.bayern.de.

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Koordinierungsstelle Hebammenversorgung Stadt/ Lkr.

Babysprechstunde bietet Unterstützung nach der Geburt

Regensburg (RL). Im Jahr 2019 wurde die Koordinierungsstelle Hebammenversorgung von Stadt und Landkreis Regensburg mit dem Ziel gegründet, die Versorgung durch freiberufliche Hebammen nachhaltig zu verbessern. Angesiedelt ist sie beim Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg. Seit September 2024 bietet die Koordinierungsstelle eine Babysprechstunde an, in der junge Eltern an jedem ersten Montag im Monat in der Zeit von 10 bis 12 Uhr Unterstützung und Beratung bekommen.

Bild : Ernährung mit dem Fläschchen ist eines von vielen Themen, über die in der Babysprechstunde informiert wird. Foto: H.C. Wagner

Sie fühlen sich ohne erkennbaren Grund immer wieder traurig und antriebslos, Ernährung mit dem Fläschchen, Einführung der Beikost, Abstillen, Zahnungsprobleme.

Kontakt:
Koordinierungsstelle Hebammenversorgung Stadt und Landkreis Regensburg, Gesundheitsamt, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg, 93059 Regensburg, Martina Eibl, Telefon 0941 4009-155.

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Ausstellung anlässlich 15 Jahre Jugendsozialarbeit an Schulen im Landkreis

Regensburg (RL). Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es im Landkreis Regensburg Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Gestartet im September 2009 mit zwölf JaS-Fachkräften an elf Schulen ist das Team nach nunmehr über 15 Jahren auf 52 Fachkräfte an 38 Schulen angewachsen. Das 15. Jubiläum wird derzeit im Foyer des Landratsamtes Regensburg mit einer öffentlich zugänglichen Ausstellung gefeiert, die den Titel "JaS ist für mich…" trägt.

Schulleitung und Jugendamt ist die Jugendsozialarbeit auch stark vernetzt mit externen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel den Erziehungsberatungsstellen. Das niedrigschwellige Angebot stellt einen Gewinn für die Familien, die Schulen und die Jugendhilfe dar. Die Eltern und ihre Kinder haben eine Ansprechperson an der Schule, die dennoch getrennt vom Schulsystem arbeitet. Dadurch können die Kinder in ihrer Lebenswelt und in der Schule unterstützt werden, was somit auch zur Bildungsgerechtigkeit beiträgt. Arbeitgeber der Jugendsozialarbeiter an Schulen sind daher nicht die Schulen oder das Kultusministerium, sondern die Landkreise, Städte oder freien Träger.

Stetige Weiterentwicklung und Professionalisierung
Durch die Arbeit der Jugendsozialarbeit können teure Maßnahmen der Jugendhilfe vermieden und das angespannte System entlastet werden. Ziel der JaS an Schulen ist die Überwindung individueller Beeinträchtigungen und der Ausgleich von Benachteiligungen. In den letzten 15 Jahren entwickelte und professionalisierte sich die Jugendsozialarbeit im Landkreis stetig weiter. Viele Fachkräfte der ersten Stunde sind noch dabei, darunter auch die Teamleitung mit Nadja Ateia-Jones und ihr Stellvertreter Rene Bell. Kontakt: René Bell, Stellvertretende Teamleitung Jugendsozialarbeit an Schulen, Telefon 0941 4009-8452.

Bild Eine Erfolgsgeschichte: Feierstunde 15 Jahre Jugendsozialarbeit an Schulen mit Landrätin Tanja Schweiger (4.v.re.), Stellvertretende Teamleitung JaS Renè Bell (2.v.re.), stellv. Sachgebietsleiterin (Bereich Sozialpädagogik) Janine Driessen (Mitte) mit den JaS-Fachkräften. Foto: H.C. Wagner
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