wir haben uns entschlossen, nach mehreren Jahren, mal wieder einen Vereinsausflug zu organisieren.
Die Fahrt führt uns am Samstag, den 26.9.2026 nach Würzburg und in die nähere Umgebung. Weiter Informationen findet Ihr im Flyer im Anhang. Anmeldungen an Christian Eichenseher,
Tel. 0171/ 7304856 oder E-Mail: c.eichenseher@gmx.de. Die Vorstandschaft und Organisation würden sich auf zahlreiche Anmeldungen freuen!
Wegen Arbeiten am Stromnetz wird die Ortsstraße "Am Gewerbebogen" in Hemau auf Höhe des Wertstoffhofes bzw. der Firma Ostermayr am Montag, 27. Juli 2026, zwischen 8 und 15 Uhr voll gesperrt.
Hemau (ko). Am Samstagmorgen (11. Juli 2026) fand die Segnung des Kreuzes der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Hemau und Umgebung e.V. durch Stadtpfarrer Berno Läßer statt. Treffpunkt war beim Vereinslokal Schlossbräu und dann marschierten die Teilnehmer mit Fahnenabordnung, abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr, über die Beratzhausener Straße zum neu restaurierten Kriegerkreuz.
Auch die Gesamtbevölkerung war dazu eingeladen. SKK-Vorsitzende Waltraud Hertle begrüßte die zahlreichen Teilnehmer vor dem Kreuz und fasste die Daten zur Chronik der verschiedenen Restaurierungen und der Pflege zusammen. Bürgermeisterin Petra Lutz lobte das Engagement des Kriegervereins zur Erneuerung und Renovierung und fügte hinzu, dass der Weg vorbei am Kreuz die Lieblingslaufstrecke ihres verstorbenen Vaters Klaus Zäuner war. Letztendlich war es eine würdevolle und gut organisierte Segnung, so die einstimmige Meinung aller Beteiligten bei der abschließenden Feier beim Bruckmeier. Auf Wunsch von Stadtpfarrer Berno Läßer solle auch im nächsten Jahr am 10. Juli eine Prozession zum Kreuz stattfinden.
Kreuz stand schon vor 1920
Es gibt wenige Unterlagen zu dieser Gedenkstätte. Im Jahre 1920 gab es im "Hemauer Wochenblatt" eine Notiz, dass im Frühjahr ein Sturm das Kreuz abgebrochen hat.
Es sei dort schon seit vielen Jahren gestanden und sehr altersschwach gewesen. Daraus wird ersichtlich, dass das Kreuz schon lange vor den Weltkriegen dort stand.
Sicherlich ist der Name "Kriegerkreuz" entstanden, da hier während der beiden Weltkriege die Soldaten, die zum Wehr- oder Kriegsdienst einrücken mussten, von ihren Angehörigen
verabschiedet wurden.
Deren Weg führte dann weiter über die Höfe "Angst, Elend und Not" nach Beratzhausen zur Bahnstation, die 1873 eröffnet wurde.
Wegen der besonderen Bedeutung für die Soldaten und Kriegsteilnehmer aus Hemau haben dann die beiden Hemauer Kriegervereine im Herbst 1920 die Renovierung und Wiederherstellung
veranlasst. Am Allerseelensonntag 1920 wurde das Kreuz von Stadtpfarrer Böhm gesegnet. Es wurde eine Tafel mit der Aufschrift "Gedenket der Krieger im Gebete" angebracht und se
itdem heißt es wohl "Kriegerkreuz". Bis in die 1970er Jahre stand das Kreuz gegenüber, an der Abzweigung zum Schanzl. Fritz Schneider und Hans Plank kümmerten sich lange
Zeit darum.
In den folgenden Jahren wird immer wieder von kleineren Instandsetzungen berichtet, doch 1987 wurde der Christuskorpus von Johann Guth aus Berletzhof
komplett erneuert und am Pfingstsamstag von Prälat Ludwig Spießl geweiht. Für die anfallenden Kosten spendete der Kriegerverein, der VdK, die Reservisten, Bürger aus
Kollersried und die Dorfgemeinschaft. Über viele Jahre hinweg pflegte die Familie Mößl die Anlage. Nachträglich erhielt das Kreuz durch die SKK-Mitglieder Karl
Rahm und Anton Götz eine Kupferdach-Verkleidung.
Nach fast 30 Jahren war 2016 eine erneute Renovierung fällig, die auf Initiative des Kriegervereins von Christian Böhm durchgeführt wurde. Der Christuskorpus
musste abgeschliffen, gespachtelt und neu bemalt werden. Die Vergoldung wurde von Kichenmaler Richard Meier aus Parsberg durchgeführt. Nachdem das "Kriegerkreuz" an der
Beratzhausener Straße 2026 erneut in die Jahre gekommen war und der Verfall drohte, wurde von der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Hemau und Umgebung e.V. eine
Komplett-Sanierung durchgeführt. Angefangen vom Abbau und Streichen des Kreuzes bis zur Neuanschaffung und Anbringen eines neuen Christuskorpus aus Oberammergau
zeichneten die beiden SKK-Vorsitzenden Waltraud Hertle und Dieter Fink bei der Erneuerung verantwortlich. Eine neue Tafel mit der Aufschrift "Zur Erinnerung an
die Gefallenen der beiden Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945" und eine Bronze-Laterne wurden angebracht. Die Gesamtkosten der neuen Christusfigur belaufen sich
auf über 3000 Euro.
Finanziell unterstützt wurde die Restaurierung mit 200 Euro vom Jura-Kreisverband Parsberg, mit 250 Euro vom Sozialwerk des Bayerischen Soldatenbundes und mit 500 Euro von der Reservistenkameradschaft Hemau. Hinzu kamen noch private Spenden aus einer Sammelaktion von 130 Euro sowie 100 Euro von Robert Schichl und 200 Euro von Rosemarie Hertle. Ein Dank gilt auch dem Bauhof der Stadt Hemau für die Unterstützung beim Ab- und Aufbau. Das Kriegerkreuz steht neben dem Rad- und Wanderweg in Richtung Beratzhausen bei der Abzweigung nach Haag-Laufenthal. Es erinnert an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Zudem ist es im zweijährigen Rhythmus im Mai Startpunkt der Soldaten- und Kriegerkameradschaft zur traditionellen Marienwallfahrt nach Beratzhausen. Auch soll es Wanderer oder Radfahrer zu einer kurzen Gedenkminute einladen.