Der Hl. Georg ziert nicht nur das Hemauer Stadtwappen, sondern ist auch Schutzpatron der Tangrintelstadt. Am 23.4. wird sein Gedenktag gefeiert. Das nahmen Stadtpfarrer B. Läßer und 2. Bürgermeister Robert Pollinger zum Anlass, um der Hemauer Damenwelt ein besonderes Dankeschön zu übermitteln.
Der Legende nach tötete der Hl. Georg einen Drachen, um eine Prinzessin zu retten. Aus dem Blut des Drachen wuchs ein Rosenstrauch, von denen er eine der Prinzessin schenkte. Die Botschaft: Liebe ist stärker als alles andere. Diese Geschichte inspirierte Stadtpfarrer Läßer und 2. Bürgermeister Pollinger zu einer besond. Geste: Mit Rosen bedankten sie sich bei zahlreichen Frauen für ihren Einsatz – darunter Lehrerinnen an den Schulen am Mönchsberg, Erzieherinnen in den Kindergärten, Pflegekräfte in den Seniorenheimen sowie Mitarbeiterinnen im Rathaus. Auch Besucherinnen der heiligen Messe wurden bedacht."Mit dieser kleinen Aufmerksamkeit möchten wir Danke sagen für das große Engagement, das täglich in unserer Stadt
geleistet wird", so die Initiatoren.
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hemau hat ein neues Einsatzfahrzeug erhalten: Ein Mannschaftstransportwagen (MTW) ergänzt ab sofort den Fuhrpark. Das bisherige Fahrzeug war nach langer Zeit im Einsatz in die Jahre gekommen und wurde nun ersetzt.
Das neue Fahrzeug wurde von einem Team der Feuerwehr direkt beim Hersteller in Baden-Württemberg abgeholt und wird derzeit intensiv auf Herz und Nieren getestet, um optimal auf künftige Einsätze vorbereitet zu sein. Bürgermeister Herbert Tischhöfer betont die Bedeutung der Investition: "Der Stadt Hemau ist ein leistungsfähiges Feuerwehrwesen
sehr wichtig. Wir wollen eine jederzeit einsatzbereite Wehr sicherstellen. Deshalb haben wir die Ersatzbeschaffung mit großem Nachdruck vorangetrieben." Mit dem neuen MTW verbessert sich vor allem die Flexibilität beim Transport von Einsatzkräften und Material – ein weiterer wichtiger Baustein für die Sicherheit in der Stadt Hemau.
Von links: Robert Pollinger (Zweiter Bürgermeister Stadt Hemau), Christian Ziegaus (Stv. Kommandant FF Hemau), Christoph Sonntag (Stv.
Kommandant FF Hemau), Thomas Ziegaus (Kommandant FF Hemau), Herbert Tischhöfer (Erster Bürgermeister Stadt Hemau). Foto: Doris Wirth.
In Hemau hat ein außergewöhnliches Projekt seinen Abschluss gefunden: Diese Woche wurden mehrere große Laubbäume aus Privatgärten und kommunalem Bestand in das neue städtische Naherholungsgebiet umgesetzt. Die Großbaumverpflanzung geht auf eine öffentliche Baum-Suchaktion der Stadt zurück.
Bäume für das "Grüne Herz Hemaus"
Zwischen Volksfestplatz und Waldfriedhof entsteht derzeit das "Grüne Herz Hemaus", ein abwechslungsreicher Erholungsraum mit Spiel- und Ruhebereichen für
alle Generationen. Der erste Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung: Noch im Frühsommer wird der große Abenteuerspielplatz eröffnet. Aktuell werden junge
Bäume und Sträucher gepflanzt sowie Rasenflächen angesät. Damit die Kinder aber von Anfang an im Schatten größerer Bäume spielen können, entschied sich
die Stadt für einen besonderen und nachhaltigen Weg: die Umsiedlung ausgewachsener heimischer Bäume.
Fünf Großbäume aus privatem und städtischem Bestand wurden in das neue städtischen Naherholungsgebiet in Hemau verpflanzt. Foto: Doris Wirth.Resonanz auf Baum-Suchaktion
Mit der Aktion "Bäumchen wechsel dich" hatte die Stadt Hemau im Sommer 2025 dazu aufgerufen,
größere Laubbäume aus Privatgärten für das neue Naherholungsgebiet zu spenden. Die Resonanz war groß. Zahlreiche Angebote aus ganz Bayern gingen ein. Fünf Großbäume aus privatem und städtischem Bestand wurden in das neue städtischen Naherholungsgebiet in Hemau verpflanzt. Ein Expertenteam wählte die geeignetsten Exemplare aus. Ende April konnten schließlich ein Apfelbaum, ein Walnussbaum und ein Ahorn aus Thonhausen sowie zwei Kastanien aus städtischem Bestand ins Naherholungsgebiet umziehen.
Verpflanzung mit Spezialtechnik
Der Umzug der Bäume erforderte präzise Vorbereitung und schweres Gerät. Mit einer Rundspatenmaschine wurden die Pflanzgruben ausgehoben, die Bäume vorsichtig
aus dem Boden gelöst und an ihrem neuen Standort eingesetzt. Dort werden sie nun intensiv gepflegt: Das Erdreich wird aufgelockert, mit Substrat versetzt
und regelmäßig bewässert. Zudem erfolgt ein gezielter Rückschnitt der Äste, damit die Bäume den Umzug gut überstehen.
Weitere Bauabschnitte folgen
In den kommenden Monaten nimmt das städtische Naherholungsgebiet weiter Gestalt an. In den nächsten Bauabschnitten entstehen Spazierwege, Ruhezonen
mit Sitzgelegenheiten, Naturerlebnisbereiche, Bewegungsflächen und ein grünes Klassenzimmer. Zudem wird der Siebergraben im Zuge einer Gewässerpflegemaßnahme
naturnah umgestaltet. Sein Verlauf wird angepasst und das Ufer neu modelliert, sodass mehr Raum für Wasser entsteht und künftig zusätzliches Rückhaltevolumen
geschaffen wird.
Vom 17. bis zum 21. August 2026 (Mittwoch ausgenommen) finden wieder die Vier-Tages-Fahrten für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren statt. Organisiert werden die Fahrten vom Landratsamt Regensburg zusammen mit den Gemeinden. Die Anmeldung ist ab dem 04. Mai 2026 wieder über das Elternportal der Stadt Hemau möglich.
Diesjährige Ziele
Dieses Jahr geht es nach derzeitigem Stand bei einer Tagesfahrt ins Vulkanerlebnis Parkstein, ins Freizeit-Land Geiselwind, in den Bayerischen Wald sowie
in das Freizeitbad Palm Beach nach Stein bei Nürnberg. Je nach Witterung kann sich das Tagesprogramm kurzfristig ändern. Genauere Informationen zum Programm
werden noch bekannt gegeben. Abfahrt ist täglich um 7:30 Uhr in Hohenschambach beim Parkplatz neben der ehemaligen Gaststätte Nuber und um 7:45 Uhr in Hemau an
der Mittelschule am Mönchsbergweg. Rückkehr täglich geg. 18 Uhr an den Abfahrtsstellen.
Anmeldung erfolgt online
Die Online-Anmeldung ist ab Montag, den 4.5.26, um 8 Uhr über www.unser-ferienprogramm.de/hemau möglich.
Aus Programm- und Datenschutzgründen müssen sich alle Eltern neu registrieren, auch wenn bereits im vergangenen Jahr eine Registrierung erfolgt ist. Hierzu einfach die geforderten Daten eingeben und die Anmelde- und Teilnahmebedingungen akzeptieren. Achtung: Eltern dürfen die Anmeldungen nur für eigene Kinder durchführen!
Kosten
Die Teilnahmegebühr pro Familie beträgt für das erste Kind 100 Euro und für das zweite Kind 95 Euro. Für jedes weitere Kind entfällt die Gebühr.
Die Teilnahmegebühr ist im Anschluss an die Anmeldung an das angegebene Konto der Stadt Hemau zu überweisen. Damit ist der Platz fest vergeben.
Fragen beantwortet die Stadtverwaltung Hemau unter Tel. 09491/9400-13.
Die derzeit leerstehende Grunwald-Villa in Hemau wird ab Mai für sechs Monate neu genutzt: Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, dort einen "Gemeinschaftsort mit Coworking-Kern" zu erproben. Ziel ist es, ein neues Nutzungskonzept für das städtische Gebäude zu testen und herauszufinden, ob sich ein solcher Ort langfristig in Hemau etablieren lässt.
Statt allein im HO, in Gemeinschaft
Im Mittelpunkt steht ein sogenannter Coworking-Space, ein gemeinsamer Arbeitsort mit ausgestatteten Arbeitsplätzen. Den Nutzerinnen und Nutzern stehen in
der Grunwald-Villa großzügige Schreibtische, ergonomische Stühle, PC-Monitore an mehreren Plätzen sowie stabiles WLAN zur Verfügung. Laptops sind selbst
mitzubringen. Ergänzend werden Rückzugsräume für Video-Calls sowie ein Besprechungsraum eingerichtet. In dieser Umgebung können Berufstätige unabhängig
voneinander arbeiten, ohne allein im Homeoffice zu sitzen oder täglich pendeln zu müssen. Die Villa wird dienstags von 8:30 bis 17 Uhr für das Coworking
geöffnet sein, Starttermin ist der 12.5.26. Für die Reservierung der Arbeitsplätze wird in Kürze ein Online-Buchungsportal zur Verfügung stehen. Während
der sechsmonatigen Testphase ist das Angebot für Nutzende kostenlos. Außerhalb der Coworking-Zeiten, insbesondere abends und an Wochenenden, soll
die Grunwald-Villa Vereinen, Organisationen und Initiativen als Besprechungs- und Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.
Angebot für alle mit bes. Fokus
Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Berufstätigen, legt aber einen besonderen Fokus auf pflegende Angehörige und ehrenamtlich Engagierte. Für sie ist
es oft besonders schwierig, Beruf,
Familie und Sorgearbeit miteinander zu vereinbaren. Ein wohnortnaher Arbeitsplatz kann hier spürbar entlasten. Wichtig: Der Coworking-Space ist keine Betreuungs- oder Tagespflegeeinrichtung, sondern ein Arbeitsplatz. Nutzer arbeiten hier selbstständig und eigenverantwortlich. Gerade für Menschen mit Sorgeverantwortung bietet das Angebot die Möglichkeit, Pendelzeiten zu reduzieren, im Bedarfsfall schnell verfügbar zu sein und dennoch in einem professionellen Umfeld zu arbeiten – mit Rückzugsräumen sowie geschützten Bereichen für Austausch und Gespräche.
EU-Förderprojekt
Die sechsmonatige Pilotphase soll zeigen, ob es in Hemau Bedarf für ein solches Angebot gibt und wenn ja, in welcher Form. Gleichzeitig wird geprüft, ob
die Grunwald-Villa dafür der geeignete Standort ist oder ob ein solcher "MehrWertOrt" perspektivisch auch an anderer Stelle im Stadtgebiet entstehen
könnte. Das Projekt wird von der CoWorkLand Genossenschaft umgesetzt und begleitet und ist Teil des europäischen Förderprojekts "ELEVATE", das neue Ansätze
für gemeinschaftliches Arbeiten und Zusammenleben im ländlichen Raum erprobt. Der Modellversuch wird von der EU finanziert und ist für die Stadt Hemau –
abgesehen vom Unterhalt des Gebäudes, mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden.
In der leerstehenden Grunwald-Villa wird in den nächsten sechs Monaten ein neues Nutzungskonzept erprobt. Foto: Doris Wirth.
Vor der eigenen Haustür treffen Welten aufeinander: Es gibt 79 Einkommensmillionäre im Landkreis Regensburg. Gleichzeitig haben 54.500 Menschen einen Job – sie arbeiten vor allem im Handwerk, in der Industrie und in der Dienstleistung, um ihr Geld zu verdienen. Damit kommen im Landkreis Regensburg 690 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf einen Menschen, der ein Einkommen von mindestens einer Million Euro pro Jahr hat.
Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Landkreis Regensburg hingewiesen. Die NGG Oberpfalz beruft sich dabei auf Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik und der Arbeitsagentur. "So sieht das Gefälle zwischen Normal- und Spitzenverdienern im Landkreis Regensburg aus. Die einen krempeln die Ärmel hoch, um über die Runden zu kommen. Die anderen verdienen ihr Geld überwiegend an der Börse und mit Unternehmensgewinnen", sagt Rainer Reißfelder. Der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz warnt dabei "vor einer zunehmenden sozialen Schieflage im Landkreis Regensburg". Die Gesellschaft gerate immer mehr aus den Fugen. "Es geht nicht darum, dass die einen mehr Geld haben als die anderen. Es geht darum, dass wenige im ‚Gold-Statuslevel' leben. Und dass immer mehr trotz eines Vollzeitjobs darum kämpfen, genug Geld für Miete, Sprit und Lebensmittel zusammenzubekommen. Von denen, die keine Arbeit haben oder mit Armut im Alter klarkommen müssen, ganz zu schweigen. Das gefährdet am Ende sogar die Demokratie", sagt Rainer Reißfelder. Der Gewerkschafter appelliert jetzt an die Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD aus dem Landkreis Regensburg und der Region, beim anstehenden Reformpaket der Regierungskoalition "sozialen Kurs zu halten". Rainer Reißfelder: "Es geht darum, Menschen, die Tag für Tag arbeiten, nicht noch weiter abzuhängen. Denn sie sind die breite Mehrheit und tragen die Hauptlast: Lohn- und Mehrwertsteuer drücken enorm." Erbschaften und Vermögen würden dagegen nur 1,1 Prozent des gesamten Steueraufkommens bringen. Auf keinen Fall dürfe Arbeit stärker besteuert werden als Kapitaleinkommen – also Zinsen, Dividenden von Aktien oder Kursgewinne
beim Verkauf von Wertpapieren. Denn dafür falle meistens pauschal nur eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent an. Gerechte Steuern und eine faire Vermögensverteilung seien das A und O der Reformen, die der Bund jetzt anschieben müsse. "Ein Durchschnittspaar zahlt immerhin 43 Prozent Steuern und Abgaben", sagt Reißfelder. Das müsse Schwarz-Rot jetzt ändern.
Die einen müssen jeden Euro zweimal umdrehen. Die anderen haben Millionen davon: Wer wie viel Geld hat, ist im Landkreis Regensburg ziemlich
unterschiedlich. – "Zu unterschiedlich", sagt die Gewerkschaft NGG Oberpfalz. Die heimischen Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD sollen jetzt dafür
sorgen, dass "die anstehenden Reformen der Bundesregierung bei Steuern, Rente, Gesundheit & Co. die Kluft zwischen Arm und Reich überwinden und nicht
noch größer machen", so die NGG.Die heimischen Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD müssten jetzt dafür sorgen, dass "die anstehenden Reformen der Bundesregierung bei Steuern, Rente, Gesundheit & Co. die Kluft zwischen Arm und Reich überwinden und nicht noch größer machen". Dabei dürften eine Vermögenssteuer und ein höherer Spitzensteuersatz keine Tabus sein. Außerdem fordert die NGG Oberpfalz Schwarz-Rot auf, "den Mut zu haben, das Ehegattensplitting abzuschaffen". Es mache Jobs für Frauen oft unattraktiv und fördere damit überkommene Rollenbilder.