Hemauer Stadtrat neu konstituiert

Der neu gewählte Hemauer Stadtrat ist gestern zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Neben den Vereidigungen der neuen Mitglieder standen auch die Wahlen der stellvertretenden Bürgermeister auf der Tagesordnung.

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Zwiefachentag in Hemau machte Oberpfälzer Lebensgefühl greifbar

Der mal mehr, mal weniger verzwickte Taktwechsler lockte Volkstanzfreunde aus nah und fern in die Oberpfalz. Die Kultur- und Heimatpflege des Bezirks rückte damit nicht nur den Zwiefachen als immaterielles Kulturerbe in den Mittelpunkt, sondern setzte auch ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt.

Und vielleicht kann er uns auch daran erinnern, dass es manchmal gut ist, den Takt zu wechseln, aufmerksam zu bleiben und sich aufeinander einzulassen." Im weiteren Vortrag führte er "im Schweinsgalopp durch circa 200 Jahre Zwiefachentradition", wie er selbst sagte. Er skizzierte die Anfänge als Musik des "gemeinen Volkes" bzw. der Arbeiter auf dem Land, die keine Beachtung in der Musikforschung fand. Später dann, in der NS-Zeit, das Gegenteil: Hier wurde der Zwiefache, wie auch die Volksmusik insgesamt, ideologisch vereinnahmt und versucht, die Menschen zur "Heimattreue" und als Gegner äußerlicher Einflüsse zu "erziehen", sagte Seefelder. "Heimatabende wurden zu Propagandazwecken ausgeschlachtet." Heute stehe es gut um den Zwiefachen. "Archive halten tausende von Dokumenten vor, die die Verbreitung in der Oberpfalz und Niederbayern, aber eben auch in Mittel-, Unter- und Oberfranken, bis ins Egerland und in den Schwarzwald belegen. Zudem hat eine Umfrage der Bezirke Niederbayern und Oberpfalz ergeben, dass mehr als 1000 Musikgruppen Zwiefache in ihrem Repertoire führen. Kurz gesagt: Der Zwiefache erlebt eine Renaissance und erfährt eine Aufwertung wie nie zuvor."

Appell: Einstehen für die Kultur, auch bei Stammtischdiskussionen
Bevor die Gäste zu Musik und Tanz in den Nachmittag ausschwirrten, appellierte Franz Löffler, die Idee des Tages auch darüber hinaus zu vertreten. "Mein Appell ist: Wir dürfen nicht nur konsumieren, wenn es uns günstig erscheint. Wir müssen für unsere Kultur als identitätsstiftendes Merkmal auch eintreten. Das kann auch manchmal etwas Kraft kosten. Es ist eine bewusste Entscheidung, die regionale Tracht zu tragen oder auch ein Instrument zu lernen. Aber dazu gehört auch, wenn so gleichförmige Diskussionen am Stammtisch entstehen, mal die Stimme zu erheben und auch für die regionale Kultur einzutreten." Insgesamt zeigten sich alle Organisatoren sehr zufrieden mit dem Zwiefachentag in Hemau. Rund 200 Teilnehmende haben sich allein für die anmeldungspflichtigen Workshops, Führungen und Mitmachangebote registriert. Hinzu kam das Publikum an offener Bühne und freien Programmpunkten. Die Gäste kamen mindestens aus ganz Ostbayern – vom Landkreis Regensburg ebenso wie aus Passau oder Furth im Wald.

Stimmen zum Zwiefachentag 2026
Landrätin Tanja Schweiger:

"Wenn gemeinsam getanzt, gesungen und aufgespielt wird, entsteht etwas, das Menschen miteinander verbindet. Der Zwiefache bringt Menschen zusammen, bewahrt unsere kulturellen Wurzeln und zeigt zugleich, wie lebendig gelebte Tradition in der Oberpfalz heute ist. Gerade die Wirtshauskultur in Hemau bietet dafür den passenden Rahmen – sie ist ein Ort der Begegnung, der Geselligkeit und des gemeinsamen Erlebens von Musik und Brauchtum."

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Seniorennachmittag auf der Maidult

Tradition trifft Geselligkeit

Regensburg (RL). Mehr als 1.000 Seniorinnen und Senioren aus der Stadt und dem Landkreis Regensburg verbrachten am Montag, 18. Mai 2026, vergnügliche Stunden im Hahn-Festzelt. Getreu dem Motto "Stadt und Land – Hand in Hand" genossen sie auch in diesem Jahr die vergünstigten Speisen und Getränke. Die Band "Letters Trio" sorgte für gute Stimmung.

Speisen und Getränke zu vergünstigten Preisen angeboten hatte. "Der Seniorennachmittag auf der Maidult ist jedes Jahr aufs Neue eine schöne Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen. Es ist schön zu sehen, dass dieses Angebot von so vielen Seniorinnen und Senioren aus Stadt und Landkreis angenommen wird", so die Landrätin. Ein besonderer Dank ging auch an alle, die bei der Organisation mitgeholfen haben, sowie an die vielen Ehrenamtlichen, die diesen schönen Nachmittag auf der Maidult möglich gemacht haben. Mit vier Schlägen zapfte der Regensburger Bürgermeister, Thomas Thurow, das Fass an und eröffnete damit offiziell die Veranstaltung.

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Klaus Schmidmeister übernimmt
CSU-Ortsvorsitz

Herbert Tischhöfer macht Weg für Neuanfang frei

Neuanfang bei der CSU Hemau: Als Konsequenz aus der verlorenen Kommunalwahl gibt Herbert Tischhöfer nach 17 Jahren sein Amt als Ortsvorsitzender ab. Künftig führt Klaus Schmidmeister die Hemauer CSU.

Netzwerken überlassen, bei der vor allem extreme Ansichten immer mehr Zuspruch erhielten. Als weiterer stellvertretender Ortsvorsitzender wurde Tim Pröll gewählt. Benedikt Lindner rückte als Beisitzer in die Vorstandschaft nach. Mit diesen jungen, engagierten Leuten sei der erste, wichtige Schritt in die richtige Richtung getan, war sich Schmidmeister sicher. Bereits zuvor wurde das Wahlergebnis unter den Mitgliedern in einer offenen, sachlichen Diskussion mit klaren Worten aufgearbeitet. Bei der Frage, ob die CSU einen Kandidaten oder eine Kandidatin für einen Stellvertreter der Bürgermeisterin stellen sollte, ergab sich dabei ein klares Stimmungsbild gegen die Inanspruchnahme eines solchen Amtes in der kommenden Legislaturperiode.
Vielmehr solle die CSU ihre Rolle im neuen Stadtratsgremium neu definieren und den Wählerauftrag ernst nehmen. Diese Forderung der Parteibasis setzte die CSU-Fraktion in der darauffolgenden Fraktionssitzung um und beschloss, keinen Kandidaten für einen Stellvertreterposten zu stellen.

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