Spannung, Humor und Gitarrenklänge: Die Hemauer Stadtbibliothek lädt Krimi-Freunde zu einem besonderen Frühjahrshighlight ein. Am Sonntag, 29.3.26, um 17 Uhr präsentiert Autor Richard Auer ein "Best of" seiner beliebten Altmühltal-Krimis rund um Kommissar Mike Morgenstern. Musikalisch begleitet wird er dabei v om Gitarrenduo "Saitenwexl".
Richard Auer lebt und arbeitet als Zeitungsredakteur in Eichstätt im Altmühltal. Dort lässt er seinen schnoddrigen Kriminaloberkommissar Mike Morgenstern ermitteln. Ob Fossilien, Jurahäuser oder der römische Limes: Morgensterns Fälle verbinden authentische Schauplätze und regionale Besonderheiten mit überraschenden Verbrechen und guten Prise Humor. Seit 2009 sind elf Altmühltal-Krimis beim Kölner Emons-Verlag erschienen. Bei der Lesung in der Hemauer Stadtbibliothek im Zehentstadel gibt Auer eine bunte Mischung knackiger Passagen aus verschiedenen Morgenstern-Fällen zum Besten-
gewürzt mit viel Witz, spannenden Einblicken in sein schriftstellerisches Schaffen und rhythmischen Gitarrenklängen. Denn das Gitarrenduo "Saitenwexl" aus dem Parsberger Raum – Michael Prokisch und Martin Höchbauer – wird die Lesung begleiten und Morgensterns Ermittlungen musikalisch in Szene setzen. Der Eintritt kostet 8 €. Aufgrund der begrenzten Plätze wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen, per Mail an stadtbibliothek@hemau.de oder unter 09491/9400-52 zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek (Dienstag 8–11 Uhr, Mittwoch 15–18 Uhr, Donnerstag 8–11 Uhr und 16–19 Uhr, Freitag 15–18 Uhr).
Richard Auer stellt seine Altmühltal-Krimis in der Hemauer Stadtbibliothek vor. Foto: Frank Besendörfer.
Regensburg (RL). Bis 15. März 2026 ist die neue Ausstellung "Different Creature" von Daria Moser im Hudetz-Turm in Wiesent zu sehen. Die Künstlerin thematisiert in den Bildern ihre Verwandlung nach einem versuchten Femizid.
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen wurde im November im Kulturzentrum M26 in Regensburg die zweite Ausstellung der Künstlerin Daria Moser eröffnet. Nun geht die Ausstellung auf Wanderschaft: Vom 25. Januar bis 15. März 2026 ist "Different Creature" im Hudetz-Turm in Wiesent zu sehen. Die Ausstellung umfasst eine Serie eindrucksvoller Acrylgemälde, die sich mit Veränderung, Selbstakzeptanz und der stillen Kraft des Neuanfangs beschäftigen. Sanfte Farbtöne, fließende Formen und symbolische Schichten zeigen Körper und Geist im Wandel. Die Werke laden dazu ein, ungewohnte Schönheit im Überleben und im Ankommen im eigenen Selbst zu entdecken.
Aus dem Leben danach
Daria Moser verarbeitet in ihrer Kunst eine zutiefst persönliche Erfahrung: Nach der Trennung von ihrem Ehemann überlebte sie einen versuchten Femizid.
Statt das Erlebte direkt abzubilden, richtet sie ihren künstlerischen Blick auf das Danach – auf die Transformation, die leisen Veränderung der Identität
und die Frage, wer wir werden, wenn wir weiterleben. Ihre Bilder schreien nicht, sie flüstern Wahrheiten über Heilung, Selbstbegegnung und das schöne Fremde,
das entstehen kann, wenn man sich selbst neu begegnet. "Different Creature" ist eine visuelle Reise der Verwandlung – nicht als Rückkehr aus dem Schmerz,
sondern als Neu-Werden. Entstanden aus dem Wunsch, nicht aus dem Trauma zu erzählen, sondern aus dem Leben danach. "Überleben hinterlässt Spuren, die dich
deinem wahren Ich näherbringen", sagt die Künstlerin. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, innezuhalten, genau hinzusehen und sich selbst in den
Bildern wiederzufinden. "Different Creature" ist nicht nur eine Ausstellung, sondern eine Einladung zur Selbstreflexion und zur stillen Stärke.
Höchststand b. Gewalt geg. Frauen
Straftaten gegen Frauen und Mädchen steigen in allen Bereichen. Die kriminalstatistischen Auswertungen des Bundeskriminalamtes (BKA) verdeutlichen Jahr für Jahr,
dass es sich insbesondere bei häuslicher Gewalt um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, bei dem von einem hohen Dunkelfeld auszugehen ist.
Im Jahr 2025 gab es beinahe jeden Tag einen Femizid.
Es bleibt Aufgabe aller, Betroffene aktiv zu unterstützen, Haltung zu zeigen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
Bei der Eröffnung der neuen Ausstellung von Daria Moser im Hudetz-Turm in Wiesent: (v.l.) Ali Stadler (Fördervereiin Hudetz-Turm),
Gleichstellungsbeauftragte Silvia Siegler, Künstlerin Daria Moser sowie Bürgermeisterin der Gemeinde Wiesent Elisabeth Kerscher. Foto Sandra MeilingerRunder Tisch gegen häusliche Gewalt
Seit 2000 arbeiten Akteure aus verschiedenen Fachdisziplinen beim Regensburger Runden Tisch als Fachgremium gemeinsam daran, die Hilfsstruktur für von
Gewalt betroffene Frauen im Raum Regensburg zu verbessern und durch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit das Thema häusliche Gewalt nachhaltig in die öffentliche
Diskussion einzubringen. Mitglieder des Runden Tisches sind alle in Stadt und Landkreis Regensburg am Thema "Gewalt gegen Frauen" arbeitenden Facheinrichtungen,
wie Frauenhäuser, der Frauennotruf, einschlägige Beratungsstellen, Jugendämter, Gleichstellungsstellen, aber auch beispielsweise der Deutsche Ärztinnenbund oder
Instanzen wie die Justizbehörden und die Polizei. Die Koordination des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt an Frauen hat das Büro für Chancengleichheit der
Stadt Regensburg in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Regensburg.
Anlaufstellen und Hilfe unter: https://www.landkreis-regensburg.de/ B%C3%BCrgerservice/Soziales/ Gleichstellungsstelle/
Kontakt:
S. Siegler, Gleichstellungsbeauftragte des Lkr. Rgbg., gleichstellung@ landratsamt-regensburg.de, 0941 4009-790.
Regensburg (RL). Blasmusik, Begegnung und bayerische Lebensfreude: Das "Heimatblosn"-Festival kommt erstmals nach Schierling und bringt den Süden des Landkreises Regensburg zum Klingen. Am Sonntag, 26. April 2026, gestalten 22 Kapellen und Gruppen gemeinsam mit vielen engagierten Helferinnen und Helfern aus Schierling einen musikalischen Festtag für Gäste aus der gesamten Region.
Das bewährte Konzept des "Heimatblosn"-Festivals, nämlich an zwei Orten je zwei Bühnen im Wechsel bespielen zu lassen, wird auch in Schierling beibehalten.
Am Marktplatz sowie auf der Viehmarktwiese an der Dorfmühlstraße kommen Musikantinnen und Musikanten aus dem gesamten Landkreis zum Einsatz. Zu hören und zu
sehen sein werden: der Musikverein Barbing, die Deuerlinger Blasmusik, die Blaskapelle Donaustauf, die Naabtalblaskapelle Duggendorf, die Blaskapelle Hans Hierl,
die Stadtkapelle Hemau, die Laabertaler Musikanten, Kreiz und Quer, der Musikverein Lappersdorf, d' Gaudiblosn, die Moosgrabentaler, die Oberlinger Musikanten,
der Musikverein Pettendorf, die Trachtenkapelle Ramspau, die Blaskapelle Schierling, die Schierlinger Doafmuse, die Blaskapelle Tegernheim, der Musikverein
Undorf, der Musikverein Wolfsegg, die Stadtkapelle Wörth, die Feuerwehrkapelle Zeitlarn sowie der Orchesterverein Regensburg Steinweg. An anderen Ecken auf
dem Gelände wird auch das ein oder andere Wirthauslied oder Dixie-Stück zu hören sein.
"Dass das ‚Heimatblosn' heuer im südlichen Landkreis Station macht,
freut mich ganz besonders – denn genau so haben wir uns das von Anfang an vorgestellt: als Festival, das durch den ganzen Landkreis wandert", sagt Landrätin
Tanja Schweiger mit Blick auf die bisherigen Austragungsorte Neutraubling, Adlersberg und Regenstauf. "Manche Kapellen sind schon seit Beginn im Jahr 2019 mit
dabei, andere – vor allem die Gruppen aus Schierling – feiern in diesem Jahr ihre Premiere. Das verspricht wieder ein abwechslungsreiches, mitreißendes
Programm."
Organisiert wird das Blasmusikfestival vom Kulturreferat des Landkreises Regensburg in Zusammenarbeit mit Kreisvolksmusikpfleger Tobias Lehner und
dem Markt Schierling. "Wir freuen uns sehr, dass der Markt
Schierling in diesem Jahr Austragungsort des ‚Heimatblosn'-Festivals ist. Es ist eine schöne Anerkennung für unsere Gemeinde und bietet zugleich die Gelegenheit, viele Gäste bei uns willkommen zu heißen. Musik verbindet Menschen, und wir sind gerne Gastgeber für dieses besondere Ereignis, das gelebte Tradition, Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Heimat verkörpert", sagt Bürgermeister Christian Kiendl. Dafür, dass das "Heimatblosn 2026" nicht nur musikalisch ein Genuss wird, sorgt am Marktplatz in erster Linie das Schierlinger Braustüberl mit Würstel & Co. An Ständen auf der Viehmarktwiese finden sich ganz unterschiedliche kulinarische Highlights: So gibt es Festl-Klassiker am Käsestand, vegane Falafel – zubereitet von einer Familie aus Syrien – oder historisches Essen nach altem Rezept, das die Schierlinger Gennßhenkher zu diesem besonderen Anlass sogar im Gewand servieren. Auch süße Gaumenfreuden wie Crêpes, Waffeln, Kuchen sowie Kaffee werden angeboten. Bei schlechter Witterung entfällt das Festival. Aktuelle Infos gibt es zeitnah unter www.heimatblosn.de. Auch das detaillierte Programm, unter anderem mit der Uhrzeit für das große Gemeinschaftskonzert der Kapellen, wird dort sowie auf der Landkreis-Homepage und in der lokalen Presse in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.
Alteglofsheim (RL). Seit 1. Oktober 2025 ist Adrian Werum Künstlerischer Leiter der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim. Nach 100 Tagen im Amt zieht der international tätige Dirigent, Komponist und Gründer des "Orchesters der Kulturen" eine erste Bilanz – und setzt klare Akzente für eine stilistisch breite, regional verankerte und digital sichtbare Akademie. Werum war auf Bernd Schweinar gefolgt, der die Akademie über viele Jahre hinweg künstlerisch geprägt hatte.
Bewährte Formate wie das Wacken Music Camp und das Rentner Rockfestival werden von Werum erfolgreich fortgeführt und bleiben auch künftig feste Bestandteile des Programms. Ein Schwerpunkt der ersten Monate des neuen Künstlerischen Leiters lag auf der inhaltlichen Weiterentwicklung des Kursprogramms. Für 2026 wurde das Angebot deutlich ausgebaut – die Zahl der Kurse steigt um das fast Fünffache. Das neue Spektrum reicht von traditionsnahen Formaten wie "Singen im Musikverein" bis hin zu innovativen Angeboten wie "Medienberufe mit KI", von der "Klassikwoche Alteglofsheim" bis zu Workshops mit Handpan, Cubase oder Dorico. Werum geht es darum, unterschiedlichste Zielgruppen anzusprechen – von Laienmusikern über Musikpädagoginnen und Musikpädagogen bis hin zu kulturinteressierten Erwachsenen. Landrätin Tanja Schweiger, Vorsitzende des Zweckverbands, würdigt die ersten Impulse: "Adrian Werum hat in kurzer Zeit wichtige neue Akzente gesetzt. Er verbindet künstlerische Exzellenz mit Offenheit für neue Formate und einer klaren regionalen Ausrichtung. Diese Mischung stärkt die Musikakademie als kulturelles Zentrum für ganz Ostbayern." Dabei setzt Werum bewusst auf Vernetzung: Verbände wie der Bayerische Musikrat, der Sängerbund, der Blasmusikverband, der Musikbund oder der Harmonikaverband wurden – wo inhaltlich passend – in die Planungen eingebunden. "Das wunderbare Potential der Musikakademie Alteglofsheim zu nutzen, nah an unseren Gästen und der Region, ist das erklärte Ziel meiner Tätigkeit", so Adrian Werum.
Neue Veranstaltungsformate und stärkere regionale Öffnung
Mit einer weihnachtlichen musikalischen Lesung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Autor Ludwig Pritscher setzte Werum im
Dezember einen ersten eigenen künstlerischen Akzent. Die Veranstaltung, die er selbst am Klavier begleitete, war im Kaisersaal sehr gut besucht. Neu eingeführt
wurde außerdem die Reihe "Schlossgespräche", konzipiert als Live-Format mit zusätzlicher Veröffentlichung als Videopodcast auf dem YouTube-Kanal der Akademie.
Zum Auftakt diskutierte Werum mit dem Philosophen Uli Fischer über "Klang und Verwandlung" – ausgehend von der romantischen Musikphilosophie. Die Reihe
dient zugleich der inhaltlichen Profilbildung und Markenstärkung. Um die Akademie noch stärker in der Region zu verankern, werden Konzerte künftig auch über
die Plattform OKticket angeboten. Zudem wurden probende Ensembles eingeladen, ihre Arbeitsphasen mit öffentlichen Werkstattkonzerten abzuschließen – ein Angebot,
das für 2026 bereits rege angenommen wird und beim Wacken Music Camp 2026 erstmals erfolgreich umgesetzt worden ist. Am 22. März 2026 stellt sich Adrian Werum
zudem mit einem Antrittskonzert im Kaisersaal offiziell dem Publikum vor. Gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern seines "Orchesters der Kulturen" wird er am
Flügel zu erleben sein.
Digitalisierung/ Markenentwicklung
Ein weiterer Schwerpunkt der ersten 100 Tage lag auf dem digitalen Auftritt der Akademie. Vorbereitungen für eine neue Markengestaltung,
professionelle Fotoarbeiten und ein Relaunch der Website wurden angestoßen. Bereits umgesetzt worden sind erste nutzerorientierte Verbesserungen wie
eine vereinfachte Menüführung, klarere Gestaltung und eine stärker kundenfreundliche Ansprache. Darüber hinaus wurden neue Social-Media-Kanäle eingerichtet,
darunter ein TikTok-Kanal und ein LinkedIn-Profil. Veranstaltungen werden nun verstärkt im Vorfeld aktiv beworben – unter anderem durch kurze Videoformate
("Reels"), die entweder von Werum selbst oder von Dozenten gestaltet werden. Auch im Bereich Gastronomie wurden erste Veränderungen vorgenommen. Mit
einer attraktiven Präsentation, erweiterten Angeboten und gestalterischen Details soll die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert werden. Ziel ist es,
insbesondere erwachsene Gruppen und Tagungsgäste noch stärker anzusprechen. Zur Person: Adrian Werum war musikalischer Leiter der Welturaufführung von
Roman Polanskis "Tanz der Vampire" und brachte die Produktion auch an den Broadway. Seit 2011 ist er "Composer in Residence" an der Park Avenue Synagogue in
New York. 2010 gründete er in Stuttgart das "Orchester der Kulturen", das weltweit erstmals Instrumente unterschiedlicher musikalischer Traditionen
in einem Ensemble vereinte. Für sein künstlerisches Schaffen wurde er unter anderem mit dem Ernst-Fischer-Kompositionspreis des Deutschlandradios
ausgezeichnet. Werum arbeitete mit renommierten Künstlern wie Rolando Villazón, Wencke Myhre sowie Marshall & Alexander zusammen.
A. Werum (links) setzt klare Akzente für eine stilistisch breite, regional verankerte und digital sichtbare Akademie. Landrätin T. Schweiger
und Geschäftsleiter des Zweckverb. Bayer. Musikakademie Alteglofsheim, Franz-Josef Hiermann bei der 100-Tage-Bilanz des Künstlerischen Leiters.
Foto: A. LintlBayerische Musikakademie Schloss Alteglofsheim:
Sie ist eine zentrale Bildungs- und Tagungsstätte für Musik, Kunst und Kultur in Ostbayern. Mit ihrer professionellen Infrastruktur bietet sie
Ensembles, Orchestern und Musikverbänden aller Stilrichtungen ideale Bedingungen für kreative Arbeitsphasen und musikalische Fortbildung. Inhaltliche
Schwerpunkte liegen in den Bereichen Popularmusik, Musikpädagogik und Neue Medien. Träger ist der Zweckverband Bayerische Musikakademie Alteglofsheim,
dem der Freistaat Bayern, die Bezirke Niederbayern und Oberpfalz, der Landkreis Regensburg, die Stadt Regensburg, die Gemeinde Alteglofsheim sowie der
Bayerische Musikrat angehören.