Regensburg (RL). Die Schülerzahlen an den Realschulen und Gymnasien des Lkr. Rgbg. steigen weiter. Zum Stichtag 1. Oktober 2026 wurden an den drei Realschulen und den beiden Gymnasien insgesamt 4.847 SSchüler gezählt.
Das sind 156 mehr als im Schuljahr 2025/ 26, ein Anstieg um 3,3%. Gegenüber 2024/ 25 ist die Gesamtzahl um 369 Schülerinnen und Schüler beziehungsweise 8,2% gestiegen. Der Zuwachs zeigt sich an jeder der fünf Schulen. Die Realschule Neutraubling zählt im Schuljahr 2026/ 27 944 Schüler – 57 oder 6,4% mehr als im Vorjahr. An der Realschule Regenstauf stieg die Zahl um 15 bzw. 2,0% auf 751, an der Realschule Obertraubling ebenfalls um 15 bzw. 2,3% auf 654. Zusammen besuchen 2.349 Schüler eine der drei Realschulen. Das sind 87 mehr als im Vorjahr, ein Plus von 3,8%. Auch an beiden Gymnasien wurden höhere Schülerzahlen verzeichnet. Das Gymnasium Neutraubling besuchen 1.501 Schüler,
20 oder 1,4% mehr als 2025/ 26. Am Gymnasium Lappersdorf stieg die Zahl um 49 bzw. 5,2% auf 997. An den beiden Gymnasien stieg die Zahl auf insgesamt 2.498, ein Zuwachs um 69 Schüler bzw. 2,8%. Im Vergleich zu 2024/ 25 nahm die Schülerzahl an den Realschulen um 3,1%, an den Gymnasien um 13,5% zu. Die Zahl der Schüler aus dem Lkr., die die Realschule oder das Gymnasium Parsberg besuchen, stieg von 760 im Schuljahr 2025/ 26 auf 776 im Schuljahr 2026 /27, ein Zuwachs um 16 bzw. 2,1%. An der Realschule Parsberg erhöhte sich die Zahl um 15 bzw. 5% auf 316, am Gymnasium Parsberg um eine bzw. 0,2% auf 460. Seit 2024/ 25 nahm die Zahl der Landkreisschüler an beiden Schulen zusammen um 9,1%zu.
Regensburg (RL). Das Integrationsmanagement des Landkreises Regensburg lud am Mittwoch, 7. Oktober 2026, die ehrenamtlich Engagierten im Bereich Asyl und Integration zu einem gemeinsamen Treffen ins Landratsamt ein. Im Mittelpunkt standen der Dank und die Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement, aktuelle Entwicklungen sowie der persönliche Austausch.
"Integration gelingt am besten, wo Menschen aufeinander zugehen, einander unterstützen und Verantwortung füreinander übernehmen. Unsere Ehrenamtlichen leisten dazu einen unschätzbaren Beitrag. Sie schenken geflüchteten Menschen Zeit, geben Orientierung im Alltag, helfen beim Spracherwerb und öffnen Türen in unsere Gesellschaft. Für diesen Einsatz, Geduld und Hilfsbereitschaft möchte ich allen Ehrenamtlichen von Herzen danken. Sie zeigen jeden Tag, was gelebte Mitmenschlichkeit bedeutet", bedankte sich Landrätin Tanja Schweiger bei den anwesenden Helfern.
Aktuelle Entwicklungen im Bereich Asyl und Integration
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung informierte Alexander Damm, Leiter des Sachgebiets Sicherheitsrecht im Landratsamt, über aktuelle Entwicklungen im
Bereich Asyl und Integration. Dabei ging es unter anderem um die dezentrale Unterbringung und die Notunterkünfte (NUK). Derzeit gibt es im Landkreis Regensburg
rund 80 dezentrale Unterkünfte, in denen gut 900 geflüchtete Menschen leben. Aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen konnten bereits 2025 drei der
vier Notunterkünfte im Landkreis geschlossen werden: die Standorte in Obertraubling, Bernhardswald und Bach an der Donau. Die Unterkunft in Schierling bleibt
bis Ende des Jahres als Reserve auf Abruf verfügbar, um bei Bedarf kurzfristig zusätzliche Unterbringungskapazitäten bereitstellen zu können.
Zum
möglichen Widerruf des subsidiären Schutzes erläuterte Damm, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den Schutzstatus überprüfen und widerrufen
kann, wenn sich die Verhältnisse im Herkunftsland wesentlich und dauerhaft verändert haben und die Voraussetzungen für den Schutz nicht mehr vorliegen. Vor
dem Hintergrund der veränderten Lage in Syrien betrifft dies derzeit auch syrische Geflüchtete. Die Entscheidung erfolgt jeweils nach Prüfung
des Einzelfalls. Ein Widerruf des Schutzstatus bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Betroffenen Deutschland verlassen müssen. Ob ein weiterer
Aufenthalt möglich ist, wird von der
zuständigen Ausländerbehörde gesondert geprüft. Zur Situation wehrpflichtiger ukrainischer Männer erläuterte Damm, dass seit dem 5. August 2026 strengere EU-Regelungen für die Gewährung vorübergehenden Schutzes gelten. Neu ankommende Personen müssen nachweisen können, dass sie ihren militärischen Verpflichtungen in der Ukraine nachgekommen sind oder von diesen befreit wurden und das Land rechtmäßig verlassen durften. Diesen Nachweis können Betroffene beispielsweise über die ukrainische App "Reserve+" erbringen. Für Personen, die bereits zuvor vorübergehenden Schutz in der EU erhalten haben, gelten die neuen Anforderungen nicht. Mit Blick auf die Einbürgerung ukrainischer Staatsangehöriger erläuterte Damm, dass ab 2027 viele der seit Kriegsbeginn nach Deutschland geflüchteten Menschen die erforderliche Aufenthaltsdauer von fünf Jahren erreichen. Damit erfüllen sie eine wichtige Voraussetzung für eine Einbürgerung. Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) reicht hierfür allerdings nicht aus. Voraussetzung ist unter anderem ein für die Einbürgerung geeigneter Aufenthaltstitel. Ein entsprechender Wechsel des Aufenthaltstitels kann daher sinnvoll sein.
Erfahrungsaustausch und persönliche Vernetzung
Im Anschluss an seine Ausführungen standen Alexander Damm sowie Ludwig Renner vom Sachgebiet L42 – Soziale Angelegenheiten und Sonja Stolz von der
vhs Regensburger Land für Fragen zur Verfügung. Die Ehrenamtlichen nutzten die Gelegenheit, konkrete Anliegen aus ihrer praktischen Arbeit anzusprechen,
Erfahrungen auszutauschen und sich über aktuelle Herausforderungen zu informieren. Neben fachlichen Informationen blieb Raum für persönliche Gespräche
und die Vernetzung untereinander. Gerade dieser Austausch ist ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen den Ehrenamtlichen und
dem Integrationsmanagement. Das Integrationsmanagement des Lkr. bedankte sich bei allen Teilnehmenden für das offene Gespräch und
insbesondere für ihr kontinuierliches Engagement vor Ort.
Alexander Damm (rechts), Sachgebietsleiter Sicherheitsrecht, informierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich Asyl und Integration.
Fotos: LRA Regensburg/ Birgit Plößner
Mittwoch, 28.10.2026, 13.00 Uhr, Haupteingang Mensa (Albertus-Magnus Straße 4, 93053 Regensburg)
Teilnehmer(innen):
Juradistl-Tierhalter Bösl, Pröpster und Betz; Konrad Herrmann – Metzgerei Jurafleisch; Markus Bauer – Produktentwickler und Einkauf
Food STWNO; Maria Haag – Öffentlichkeitsarbeit STWNO, Josef Sedlmeier – Geschäftsführer LPV Regensburg; Thomas Schwarz – landimpuls; Wiebke Weiland –
Juradistl.
Information:
Die Mensa der Universität Regensburg ist ein wichtiger
Partner des Landschaftsentwicklungsprojekts "Juradistl". Täglich kommen mehrere Tausend Studierende zum Mittagessen in die Mensa. Die Mensaleitung legt großen Wert darauf, möglichst viele regionale Zutaten zu verwenden. Dazu gehören auch Juradistl-Produkte wie Juradistl-Lamm und Juradistl-Rindfleisch. Auf diese Weise soll zugleich das Bewusstsein der jungen Menschen für regional erzeugte und naturschonend produzierte Lebensmittel gestärkt werden.
Regensburg (RL). Nach dem Löwendenkmal in Eggmühl behandelt die zweite Folge der Kurzhörspielreihe eines der prachtvollsten Denkmäler im Landkreis Regensburg: das Schloss Alteglofsheim. Ab 30. Oktober kann man sie in der MONUMENTA-Web-App abrufen.
Über das Barockschloss im südöstlichen Landkreis gibt es viel zu erzählen. Einst im Besitz verschiedener Fürstenhäuser, beheimatet es heute eine der
drei Bayerischen Musikakademien. Dazwischen lebte unter anderem Pfarrhaushälterin und Köchin Ella Petrak dort. In der neuen Kurzhörspielfolge bietet sie,
gesprochen von Eva Sixt, einen etwas anderen Blick auf das ehrwürdige Gebäude. Auch Zeitzeugen, die als Kinder im Schloss wohnten, erinnern sich an sie,
ihren Gänserich und Pfarrer Josef Wirth, der ihr das heutige Denkmal vererbte.
Wer neugierig geworden ist und mit "MONUMENTA-Geschichten" auf Zeitreise gehen
will, findet die aktuelle Folge ab Freitag, 30. Oktober, auf www.monumenta.de im Menü unter "Aktuelles" oder beim Eintrag zum Schloss
Alteglofsheim (https://www.mo numenta.de/liste/detail/m/baudenkmae ler-138590-d-3-75-113-1). Die verfügbaren Medieninhalte sind über das Play-Symbol
in der Fußleiste aufrufbar.
Hintergrund:
MONUMENTA-Geschichten
Mit einem kreativen und künstlerischen Ansatz verbinden die "MONUMENTA-Geschichten" Fakten und fiktive Szenen zu kurzweiligen Hörreisen über ausgewählte
Bau- und Kunstdenkmäler im Landkreis Regensburg und in die Vergangenheit. Für die Umsetzung konnte der in der Region sehr bekannte Dramatiker,
Theaterregisseur, Mundartlyriker, Schriftsteller, Hörspiel-
und Drehbuchautor Joseph Berlinger aus Regensburg gewonnen werden, der sich in den vergangenen Jahrzehnten auch als Radiofeature-Autor deutschlandweit einen Namen gemacht hat. Am letzten Freitag jedes Monats erscheint ein neues Kurzhörspiel. Zu finden sind die bereits veröffentlichten Folgen unter www.monumenta.de beim Eintrag zum jeweiligen Denkmal sowie unter "Aktuelles".
MONUMENTA denkmal.digital
Das innovative Pilotprojekt MONUMENTA, das Baukulturerbe und Digitalisierung verbindet, ist beim Landkreis Regensburg angesiedelt und wird gefördert durch
das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat im Rahmen der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie. Mit der digitalen Plattform in Form einer
Web-App soll auf zeitgemäße Weise Wissen über das baukulturelle Erbe vermittelt werden – leicht zugänglich für Laien, aber gleichzeitig fundiert für
Experten. Letztlich ist das Ziel der Erhalt der Denkmäler, denn, so Verhaltensforscher Konrad Lorenz: "Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur,
was man liebt." Projektpartner sind die Stadt Regensburg, der Bezirk Oberpfalz, der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V., das Bayerische Landesamt
für Denkmalpflege, das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg und die Universität Regensburg.
Das Schloss Alteglofsheim ist Schauplatz und Gegenstand der neuen Folge von "MONUMENTA-Geschichten". Foto: Gerald Richter
In den kommenden Jahren werden im Landkreis Regensburg im Schnitt rund 1.730 Beschäftigte pro Jahr in Rente gehen. Bis zum Jahr 2035 werden dann insgesamt rund 48.900 Menschen im Ruhestand sein. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die NGG-Region Oberpfalz bezieht sich dabei auf Berechnungen des Pestel-Instituts.
Für alle, die künftig in den Ruhestand gehen, will die Gewerkschaft eines erreichen: die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Die geplante
Rentenreform der Bundesregierung sorgt nach Beobachtung der NGG Oberpfalz für erhebliche Verunsicherung. Vor allem Beschäftigte, die kurz vor dem
Erreichen der 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung stehen oder diese bereits erfüllt haben, blickten mit Sorge auf die Pläne. "Sie
befürchten deutliche Abschläge und damit spürbare Einbußen bei ihrer Rente, wenn sie jetzt aus dem Berufsleben ausscheiden wollen", sagt der
Geschäftsführer der NGG-Region Oberpfalz, Rainer Reißfelder.
Wer früh ins Berufsleben startet, dürfe dafür nicht bestraft werden. "Entgegen einem weit
verbreiteten Eindruck sind viele Menschen mit langen Erwerbsbiografien keine Spitzenverdiener. Sie sind auf eine verlässliche und ungekürzte gesetzliche
Rente angewiesen. Das gilt für die Menschen in der Lebensmittelproduktion ebenso wie die Beschäftigten in Bäckereien, Kantinen und Restaurants im
Landkreis Regensburg", so Reißfelder.
Die NGG warnt die Bundesregierung davor, bei der geplanten Rentenreform die Lebensleistung langjährig Versicherter
aus dem Blick zu verlieren. Denn das betreffe viele: Unter den knapp 945.000 Männern, die Ende des vergangenen Jahres in Bayern eine gesetzliche
Altersrente bezogen haben, sind nach Angaben der Gewerkschaft immerhin rund 434.200 Beschäftigte gewesen, die 45 Jahre oder länger in die Rentenkasse
eingezahlt haben. Unter den knapp 1,2 Millionen Frauen waren es rund
182.500. Die NGG-Region Oberpfalz beruft sich dabei auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Die Gewerkschaft appelliert an CDU/CSU und SPD, die Rentenreform sozial auszugestalten. Mit Ablehnung reagiert die Gewerkschaft NGG dabei auf eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters. Sie fordert die Bundesregierung auf, darauf zu verzichten: "Es wird dabei immer wieder auf eine steigende Lebenserwartung verwiesen. Doch wer körperlich belastend arbeitet, kann nicht beliebig länger arbeiten", warnt Reißfelder.
Wer 45 Beitragsjahre voll hat, soll ohne Abschläge in Rente gehen können. Die Gewerkschaft NGG Oberpfalz fordert von der Bundesregierung,
ein "Renten-Stoppschild 45" zu setzen.Für diese Beschäftigten sei die Erhöhung des Renteneintrittsalters nichts anderes als eine Rentenkürzung durch die Hintertür. Kritisch sieht die Gewerkschaft zudem die geplante Kapitalrente. Die gesetzliche Rente müsse verlässlich bleiben und dürfe nicht von den Risiken der Finanzmärkte abhängen. Zudem spricht sich die NGG dafür aus, das Rentenniveau weiterhin an die Lohnentwicklung zu koppeln.
Regensburg (RL). Im Rahmen der Regionaltage 2026 des Landkreises Regensburg präsentierte die vhs Regensburger Land am 24. Oktober bei einem Tag der offenen Tür zahlreichen interessierten Besucherinnen und Besuchern ihre vielfältigen Angebote. Besonders schätzten die Teilnehmenden die vielen Möglichkeiten zum Mitmachen und zum Austausch mit den Kursleitungen und dem vhs-Team.
Landrätin Tanja Schweiger, Erste Vorsitzende der vhs Regensburger Land, zeigte sich begeistert von der großen Resonanz und dem vielfältigen Programm: "Unsere vhs ist ein echtes Schmuckstück im Landkreis Regensburg. Was das Team und die Kursleiterinnen und Kursleiter hier mit so viel Herzblut auf die Beine stellen, ist wirklich beeindruckend. Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt, wie viel Freude es macht, Neues zu entdecken, auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich kann nur alle ermuntern, die vielfältigen Angebote unserer vhs zu nutzen und sich von dieser Begeisterung fürs Lernen anstecken zu lassen", so die Landrätin.
Einblicke und Mitmachangebote
Im ersten Stock konnten die Gäste beim Tag der offenen Tür ihr Wissen über die deutsche Sprache unter Beweis stellen. Ein Quiz lud dazu ein, Kurioses
und Wissenswertes zu entdecken: Wo in Südamerika wird bis heute ein deutscher Dialekt gesprochen? Welches war das erste deutsche Buch? Und woher stammt
eigentlich das Wort "Tohuwabohu"? Nur wenige Meter weiter gewährte Christoph Kaindl, Programmbereichsleiter und stellvertretender Geschäftsführer der vhs,
Einblicke in die mathematischen Geheimnisse eines Kartentricks. Anschließend stellte er sein Können unter Beweis und erriet anscheinend wie von Zauberhand
eine Karte, die sich eine Familie zuvor eingeprägt hatte. In der vhs-Küche bereitete Sidonia Scheugenpflug währenddessen frische Häppchen aus regionalen
Zutaten zu und verriet den Interessierten wertvolle Tipps und Tricks aus der Profiküche.
Bewegung bis Kultur u. Geschichte
Im Fachbereich Gesundheit stießen insbesondere Jumping Fitness sowie eine Kombination aus Pilates und Yoga auf großes Interesse. Bei einer Führung durch
das Gebäude erfuhren die Gäste Spannendes über dessen wechselvolle Geschichte und erhielten Einblicke in Räume, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich
sind.
Auch das im selben Gebäude untergebrachte Stadtarchiv Neutraubling öffnete seine Türen und ließ die Stadtgeschichte lebendig werden. An mehreren interaktiven Stationen beschäftigten sich die Besucherinnen und Besucher mit den Themen Lernen, Künstliche Intelligenz und Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Bei einem persönlichen Gespräch blickte die langjährige vhs-Geschäftsführerin Ulrike Schmid auf die Anfangsjahre der vhs zurück. Ein Vortrag bot zudem Einblicke in die ukrainische Kultur.
Doris Meier (vhs-Gitarrenkursleiterin) und Josef Meier umrahmten die Eröffnung des Tags der offenen Tür mit zwei stimmungsvollen Gitarrenduetten.
Foto: Roswitha Hierl
Nachhaltig genießen, das konnten die Teilnehmenden zum Motto des Tags der offenen Tür bei frisch zubereiteten regionalen Häppchen in der
vhs-Küche. Foto: R. HierlIm Sprachencafé konnten die Gäste erste Wörter und Sätze in verschiedenen Sprachen Ost- und Südosteuropas kennenlernen. Auch für Familien war einiges geboten: Eine Schnitzeljagd führte durch das vhs-Gebäude, während ein Filz-Workshop zum kreativen Mitmachen einlud.
Die gute und herzliche Zusammenarbeit zwischen vhs-Team, Außenstellenleitungen, Kursleitungen sowie Gemeinden und Landkreis wurde beim Tag der
offenen Tür erneut deutlich. Am Ende des Tags wurde ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht. Auf der rechten Bildseite Thomas Gabler, 2. Stellvertreter der
Landrätin, und Ulrich Brossmann, 2. Bürgermeister der Stadt Neutraubling. Bildnachweis: Maria Saß
Sauber machen und dafür sauber bezahlt werden – das wollen die rund 1.320 Beschäftigten, die im Landkreis Regensburg in der Gebäudereinigung arbeiten. "Doch auf ein ordentliches Lohn-Plus warten Reinigungskräfte bislang vergeblich: Die Arbeitgeber schalten am Tariftisch auf stur", sagt Wolfgang Brandmüller von der IG BAU Oberpfalz.
Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro pro Stunde mehr. Dann würde der Stundenlohn für eine Gebäudereinigerin bei 17 Euro liegen. "Doch die Arbeitgeber treten gewaltig auf die ‚Lohn-Bremse': Erst ab Mai nächsten Jahres soll es 1,8 Prozent – und damit lediglich 27 Cent pro Stunde – mehr geben. Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen", so Wolfgang Brandmüller. "Weigern sich die Unternehmen weiterhin hartnäckig, ein ordentliches Angebot auf den Tisch zu legen, dann werden viele Reinigungskräfte den Stecker vom Staubsauger ziehen: Sie hängen ihren Job an den Nagel und suchen sich etwas anderes", warnt Wolfgang Brandmüller. Das würde die Betriebe "in erhebliche Schwierigkeiten bringen". Denn das Personal in der Branche sei knapp. Insgesamt gibt es im Landkreis Regensburg 50 Gebäudereinigungsunternehmen. Der Vorsitzende der IG BAU Oberpfalz wird dabei deutlich: "Ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde. Eine Gebäudereinigerin verdient aktuell aber nur knapp darüber – nämlich 15 Euro. Warum soll sie für 40 Cent mehr ihren Wecker auf 3 Uhr morgens stellen, in aller Herrgottsfrühe
aufstehen und sich dann auch noch krummmachen? Einen Job zum gesetzlichen Mindestlohn findet sie allemal auch woanders", so Wolfgang Brandmüller. Immerhin sei die Arbeit in der Gebäudereinigung auch noch "körperlich hart: ein Knochenjob". Am kommenden Dienstag (Hinweis f.d. Red.: 3. November) gibt es die nächste und entscheidende Verhandlungsrunde zum Gebäudereiniger-Lohn. Dann kommen die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zum dritten Mal am Tariftisch zusammen.
Blitzblanker Spiegel. Der kommt nicht von allein. Die, die alles auf den Toiletten von Büros, Schulen, Kitas & Co. im Lkr.
zum Glänzen bringen, sollen einen besseren Lohn bekommen. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Oberpfalz
Regensburg (RL). Schon leichte Bewegung und sanftes Yoga können spürbar zum seelischen Wohlbefinden beitragen. Wie das in der Praxis aussieht, erlebten Fachkräfte aus beratenden Tätigkeiten bei der Herbst-Veranstaltung der Arbeitsgruppe Suchtprävention des Suchtarbeitskreises Regensburg.
Vom Erleben in die Beratungspraxis
Die Psychotherapeutin und Yogalehrerin Dr. med. Doris Unglaub (M. Sc. Psych.) leitete am 27. Oktober im Landratsamt Regensburg eine Einheit traumasensibles
Yoga für die Mitglieder des Suchtarbeitskreises an. Der anschließende Austausch mit der Referentin konzentrierte sich darauf, wie sich die erlebten
Inhalte niedrigschwellig und unter Berücksichtigung individueller Belastungsgrenzen in der begleitenden Arbeit einsetzen lassen.
Positive Erfahrungen mit sanfter Bewegung
Die Teilnehmenden probierten einfache Bewegungs- und Atemübungen aus und sammelten dabei positive Erfahrungen: Sie kamen zur Ruhe, nahmen ihren Körper
bewusster wahr und spürten, wie wohltuend sanfte Bewegung sein kann. Dabei bestimmten sie ihr Tempo selbst und passten die Übungen an ihre Bedürfnisse an.
Besonders schätzten sie, dass sie ohne Leistungsdruck mitmachen und ihre persönlichen Grenzen respektieren konnten.
Jede Bewegung zählt
Dass Bewegung dem Körper und der Psyche guttut, ist gut belegt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) fördert regelmäßige körperliche Aktivität einen
besseren Schlaf, verringert depressive und ängstliche Beschwerden und kann
das allgemeine Wohlbefinden steigern. Dabei gilt: Jede Bewegung ist besser als keine. Sanfte Bewegungsabläufe sind für alle Menschen förderlich und können gerade in psychischen Belastungssituationen oder bei Suchterkrankungen eine wertvolle Unterstützung bieten.
Achtsam und ohne Leistungsdruck
Traumasensibles Yoga ist ein behutsamer, körperorientierter Zugang, der die Selbstwahrnehmung fördert und Wege der Stressregulation und Selbstfürsorge
aufzeigt. Im Mittelpunkt steht die ruhige, achtsame Bewegung sowie die Atmung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Die Teilnehmenden entscheiden selbst,
wie weit sie gehen. Das macht das Angebot auch für Einsteigerinnen und Einsteiger ohne Vorkenntnisse zugänglich.
Angebote des Suchtarbeitskreises
Mit Veranstaltungen wie dieser bietet der Suchtarbeitskreis Regensburg Fachkräften Raum für Fortbildung, Austausch und Vernetzung. Der
Suchtarbeitskreis Regensburg ist beim Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg angesiedelt. Wer sich für die Arbeit und künftige
Veranstaltungen interessiert, findet Informationen unter www.suchtinfo-oberpfalz.de oder erhält Auskunft unter sozialdienst@ landratsamt-regensburg.de.
Sanfte Bewegung ohne Leistungsdruck: Mitglieder des Suchtarbeitskreises Regensburg erprobten unter Anleitung von Dr. Doris Unglaub traumasensibles
Yoga im Landratsamt. Foto: Birgit Plößner
Regensburg (RL). Der Landkreis Regensburg bleibt Mitglied der Energieagentur Regensburg e. V. und führt auch den Betriebskostenzuschuss für das Energie-Bildungszentrum fort. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am 26. Oktober 2026 beschlossen und damit einen Antrag der AfD-Kreistagsfraktion abgelehnt. Diese hatte aus Gründen der Haushaltskonsolidierung den Austritt aus der Energieagentur und die Einstellung des Betriebskostenzuschusses beantragt.
Die Landkreisverwaltung hatte in ihrer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass bei einer Bewertung der möglichen Einsparungen auch der Wegfall von Leistungen
sowie mögliche Ersatz- und Folgekosten berücksichtigt werden müssten. Ein Nachweis, dass vergleichbare Leistungen wirtschaftlicher bereitgestellt werden
könnten, liege nicht vor. Die 2009 gemeinsam von Stadt und Landkreis Regensburg gegründete Energieagentur bündelt Fachwissen und unterstützt Kommunen,
Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei Fragen der Energieversorgung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Ihr Leistungsspektrum reicht von
unabhängiger Energieberatung und kommunaler Projektbegleitung über Informationsveranstaltungen und schulische Bildungsangebote bis zur Vernetzung von
Wirtschaft, Wissenschaft, Handwerk und Verwaltung. Nach der jüngsten Bilanz erreichte die Energieagentur innerhalb eines Jahres rund 16.000 Menschen
und verfügt über ein Netzwerk mit mehr als 200 Mitgliedern.
Die Energieagentur unterstützt mit ihren Beratungsangeboten und Projektimpulsen Investitionen
in energetische Sanierungen, moderne Gebäudetechnik und erneuerbare Energien, von denen insbesondere das regionale Handwerk, Planungsbüros und
Unternehmen profitieren. Gleichzeitig bietet sie Orientierung bei techn. Fragen und Fördermöglichkeiten, die durch allgemeine Informationen im
Internet oder KI-Anwendungen nicht ersetzt werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energie- und Klimabildung, insbesondere für Kinder
und Jugendliche. Das Energie-Bildungszentrum vermittelt mit praxisnahen Angeboten,
darunter das Energieerfinderdorf, Wissen über Energieversorgung, Klimaschutz und Zukunftstechnologien. Mit der Fortführung des Betriebskostenzuschusses hält der Landkreis auch an der Unterstützung dieser Bildungsangebote fest.
Weitere Anträge:
Keine Zustimmung des Kreistages fand der Antrag der AfD-Kreistagsfraktion auf Dauer-Beflaggung aller Landkreisschulen mit der Deutschlandfahne ab den
diesjährigen Herbstferien. Die Landkreisverwaltung verwies darauf, dass es sich hier um eine Angelegenheit in der Zuständigkeit der Schulleitung beziehungsweise
der Landkreisverwaltung handle; eine starre Richtlinie durch den Kreistag daher unpraktikabel wäre. Abgelehnt wurden vom Kreistag auch zwei Anträge
der Kreistagsfraktionen der Grünen sowie der SPD auf Erstellung eines Sicherheitskonzepts und eines Zutrittsmanagements-Systems für Landkreisveranstaltungen.
Die Landkreisverwaltung erläuterte, dass es für einzelne Veranstaltungen bereits darauf abgestimmte Sicherheitskonzepte gebe. Die bisherige Praxis, wonach
in begründeten Ausnahmefällen zusätzliche Gäste – wie Ehe-/ Lebenspartner – mitgebracht werden durften, habe sich bewährt und führte in der Vergangenheit zu
keinerlei Problemen. Für größere Veranstaltungen sei eine Anpassung des Sicherheitskonzepts regelmäßig vorgesehen. Ein Antrag der Kreistagsfraktion der AfD
auf Erhöhung der Fördermittel des Sports wurde an den Bildungsausschuss verwiesen, nachdem die Zuschüsse an Sport- und Schützenvereine ohnehin auf der
Tagesordnung dieses Gremiums stehen.
Über insgesamt sieben Anträge hatte der Kreistag in seiner Sitzung am 26. Oktober 2026 zu entscheiden. Foto: Hans Fichtl