Regensburg (RL). Mit der abschließenden Konstituierung seiner Gremien hat der Kreistag die organisatorischen Weichen für die Wahlzeit 2026 bis 2032 gestellt. Er beschloss einen Neuzuschnitt der Ausschüsse, verabschiedete eine neue Geschäftsordnung und Entschädigungssatzung und nahm die Bestellung der Senioren- und Behindertenbeauftragten vor.
Beschlüsse in Zusammenfassung:
Konstituierung Landkreisgremien
Wirtschaftsausschuss und Umweltausschuss wurden zusammengelegt zu einem neuen Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Innovation; ebenso der Kulturausschuss und
der Schulausschuss zum neuen Ausschuss für Kultur und Bildung. Jugendhilfeausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss wurden neu konstituiert. Zur Vorsitzenden
des Rechnungsprüfungsausschusses wurde Kreisrätin Katharina Schmaus (CSU) bestellt, zu deren Stellvertreterin Kreisrätin Claudia Weigert (Grüne). Der Kreistag beschloß
eine neue Geschäftsordnung und eine neue Entschädigungssatzung. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe hatte im Vorfeld über die Neufassungen beraten und sich auf einen
gemeinsamen Vorschlag verständigt.
Neue Seniorenbeauftragte
Die Kreistagsfraktionen benannten für die Wahlzeit 2026 bis 2032 erneut Seniorenbeauftragte. Darüber hinaus wurde die Funktion des zentralen Seniorenbeauftragten für
den Landkreis wieder beim Fachbereich "Hilfen in schwierigen Lebenslagen" angesiedelt.
Neubestell. Behindertenbeauftragte
Der Kreistag beschloss, diese Aufgabe zukünftig der Leitung des Sachgebiets L 43 – Hilfen in besonderen Lebenslagen als Dienstaufgabe zu übertragen. Zu den Aufgaben
des Behindertenbeauftragten des Landkreises gehören insbesondere die Beratung zu Fragen
der Barrierefreiheit, die Unterstützung von Menschen mit Behinderung, die Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Zugestimmt hat der Kreistag einer ergänzenden Beschlussfassung zur Haushaltssatzung 2026 über den Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen sowohl für den Landkreis als auch für den Eigenbetrieb Kreisklinik Wörth a.d.Donau. Informiert wurde der Kreistag auch zum Bericht über die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2020 bis 2023 durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband. Zu Beginn der Sitzung wurde die Vereidigung von Kreisrat Dieter Arnold (AfD) nachgeholt, nachdem er in der konstituierenden Sitzung des Kreistages im Mai verhindert war.
AfD-Antrag auf Ausstieg des Landkreises aus Windkraftvorranggebieten im Regionalplan
Der Kreistag lehnte zudem einen Antrag der AfD-Fraktion ab, wonach sich die Landrätin beim Regionalen Planungsverband für eine Herausnahme des Landkreises aus
den Windkraftvorranggebieten einsetzen sollte. Die Verwaltung verwies darauf, dass dadurch das gesetzlich vorgegebene Flächenziel der Planungsregion nicht mehr erreicht
und die Steuerungswirkung der Regionalplanung entfallen würde. Der Kreistag folgte dieser Einschätzung und lehnte den Antrag gegen die Stimmen der AfD-Fraktion ab.
In der Sitzung am 20. Juli 2026 hat der Kreistag die organisatorischen Weichen für die neue Wahlzeit gestellt. Foto: Fichtl/LRA Regensburg
Regensburg (RL). Der Landkreis Regensburg stellt die Weichen für den weiteren Ausbau der Bildungsinfrastruktur. Mit den Beschlüssen des Kreistags vom 20. Juli können jetzt die Vorbereitungen für den Neubau der Realschule Regenstauf beginnen. Ebenso können die Planungen für das neue Schulzentrum in Obertraubling weiter vorangebracht werden./span>
Grünes Licht gab der Kreistag für den Planungsbeginn zum Neubau der Realschule Regenstauf. Nach dem Nachweis von PCB-Belastungen bei vorbereitenden Arbeiten für die Dachsanierung beschleunigt der Landkreis nun die Vorbereitungen für den Neubau dieser Schule. Dazu muss zunächst die alte Dreifachsporthalle abgerissen werden, weil auf diesem Grundstück die neue Realschule errichtet werden soll. Die ursprünglich vorgesehene Sanierung des Bestandsgebäudes mit Dachsanierung und IT-Nachrüstung kann während des laufenden Schulbetriebs nicht mehr umgesetzt werden. Andernfalls könnten weitere Schadstoffe freigesetzt werden. Der Unterrichtsbetrieb kann jedoch mit Vorsorgemaßnahmen – wie etwa dem Einsatz von Luftfiltern-
und unter kontinuierlicher fachlicher Begleitung durch das Gesundheitsamt Regensburg sowie durch einen Umweltgutachter aufrechterhalten werden. Im Herbst wird sich der Kreistag in einer weiteren Sitzung mit diesem Projekt nochmals befassen. Der Kreistag stimmte auch dem weiteren Vorgehen bei der Errichtung eines neuen Landkreisgymnasiums in Obertraubling einschließlich Erweiterungsbau für die bestehende Realschule zu. Nach Vorliegen der Genehmigungen des Kultusministeriums können die Vorplanungen beginnen. Durch die gemeinsame Entwicklung von Gymnasium und Realschule können erhebliche Synergien entstehen, unter anderem bei der Nutzung der Grundstücksflächen, bei der Mensa, der Erschließung und den Stellplätzen.
Einstimmig hat der Kreistag in seiner Sitzung am 20. Juli 2026 dem Planungsbeginn für den Neubau der Realschule Regenstauf zugestimmt. Foto: Hans Fichtl
Regensburg/Wörth-Wiesent (RL). Wie gelungene Arbeitsmarktintegration in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel der Firma Hieber GmbH in Wörth-Wiesent. Das metallverarbeitende Unternehmen beschäftigt inzwischen acht Asylbewerber in Vollzeit. Zwei Mitarbeiter stammen aus dem Iran, sechs aus Syrien. Sie arbeiten als Schweißer sowie in der Laser- und Baugruppenfertigung.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem Landratsamt Regensburg begann im September 2024, als zwei Schweißer für das Unternehmen vermittelt wurden. Nachdem im
Frühjahr 2026 zusätzlicher Personalbedarf entstand, konnten sechs weitere Arbeitskräfte vermittelt werden. Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Firma
Hieber, der Wirtschaftsförderung und dem Ausländeramt des Landkreises Regensburg. Die Hieber GmbH ist Teil der Witron Gruppe. Witron hat seinen Hauptsitz in Parkstein
(Landkreis Neustadt an der Waldnaab) und ist einer der Weltmarktführer im Bereich der Planung, Realisierung und im Service von automatisierten Logistiksystemen für den
Lebensmitteleinzelhandel.
"Sinnstiftende Arbeit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Sie schafft Perspektiven für die Menschen und hilft gleichzeitig
unseren Unternehmen, dringend benötigte Fach- und Arbeitskräfte zu gewinnen. Dass dies gelingt, zeigt das Beispiel der Firma Hieber in besonderer Weise. Entscheidend ist dabei
die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Ausländeramt. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand und finden gemeinsam Lösungen. Diese Zusammenarbeit
ist bei uns mittlerweile eine Erfolgsgeschichte", betont Landrätin Tanja Schweiger. Geschäftsführer Christian Sander verfolgt dabei eine klare Haltung: "Jeder Mensch verdient
eine Chance im Leben." Neue Mitarbeiter beginnen zunächst mit einem Praktikum. Wer sich in dieser Zeit engagiert zeigt, erhält eine Festanstellung. Darüber hinaus unterstützt
das Unternehmen seine Beschäftigten gezielt bei ihrer beruflichen und sprachlichen Weiterentwicklung. Neben fachlichen Qualifizierungen und dem Erwerb von Schweißzertifikaten
organisierte die Firma sogar einen Deutschkurs direkt im Betrieb.
Gute Leistungen sowie verbesserte Deutschkenntnisse werden außerdem mit entsprechenden Gehaltserhöhungen honoriert. Das Landratsamt Regensburg begleitete den
gesamten Integrationsprozess von Beginn an. Neben der Herstellung des Erstkontakts unterstützten die Mitarbeiter des Ausländeramts bei der Erteilung der erforderlichen
Arbeitsgenehmigungen. Darüber hinaus wurden die Beschäftigten in die Nähe ihres Arbeitsplatzes umverteilt, Genehmigungen für den Auszug in privaten Wohnraum erteilt und
privater Wohnraum vermittelt. "Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration endet nicht mit der Erteilung einer Arbeitserlaubnis. Unser Ziel ist es, die Menschen auf ihrem gesamten
Weg zu begleiten – von der Vermittlung in den Betrieb über die notwendigen ausländerrechtlichen Verfahren bis hin zur Wohnraumsuche. Erst dieses Zusammenspiel schafft die
Voraussetzungen für eine nachhaltige Integration und der kompletten Unabhängigkeit von staatlichen Leistungen", erklärt Abdulrahman Raad Dawood vom Ausländeramt des
Landkreises Regensburg.
Auch die Agentur für Arbeit unterstützte die Einstellung einzelner Mitarbeiter durch Eingliederungszuschüsse. Ein weiterer wichtiger Schritt steht
bereits bevor: Zum 1. September ziehen die sechs syrischen Beschäftigten in ihre erste private Wohnung ein. Der Wohnraum wurde ebenfalls mit Unterstützung des Landratsamts
vermittelt. Das Beispiel der Firma Hieber zeigt, wie Integration ganzheitlich gelingen kann, wenn Unternehmen Verantwortung übernehmen und Behörden sowie Wirtschaft eng
zusammenarbeiten. Gleichzeitig profitieren die Betriebe von motivierten Mitarbeitern, die langfristig zur Fachkräftesicherung beitragen.
Beim Besuch der Hieber GmbH informierten sich Herr Weiß, Sachgebietsleiter Wirtschaft und Regionalentwicklung (1. v. l.), Herr Damm, Sachgebietsleiter Ausländeramt
(3.v.r.), sowie weitere Vertreter des Landratsamtes bei Geschäftsführer Christian Sander (2. v. l.) über die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern im
Unternehmen. Foto: Weiß/LRA Regensburg
Regensburg (RL). Vor 220 Jahren wurde das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation auf Schloss Wörth besiegelt. Im Rondellzimmer, genau dort, wo Karl Theodor von Dalberg die Rheinbundakte unterschrieb, zeigten Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Wörth in einem Kamishibai-Theater, was den Geistlichen zu diesem einschneidenden Schritt bewegte.
Gebannt lauschten die Zuschauer im vollen Rondellzimmer dem Prolog zum Stück, den ein Schüler eingesprochen hatte, ehe Ekkehard Hollschwandner als Karl
Theodor von Dalberg die Bühne betrat und in einem Monolog seine Gedanken, Gefühle und Zweifel mit dem Publikum teilte. Auch diesen Text hatten Achtklässler der Mittelschule
Wörth für das Theaterstück erarbeitet. Sie beschrieben, was den Kirchenfürsten, der als Erzkanzler in der Hierarchie des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
gleich unter dem Kaiser stand, dazu bewog, den von Napoleon auferlegten Vertrag zu unterschreiben, der die deutschen Staaten in ein Bündnis mit Frankreich zwang und nach 900
Jahren das Ende des Reiches bedeutete.
Illustriert wurden Dalbergs Gedanken in einem Kamishibai-Theater. Nacheinander schoben Schüler passende Bilder, die
sie im Kunstunterricht gestaltet hatten, in einen großen Holzrahmen. Landrätin Tanja Schweiger: "Die Unterzeichnung der Rheinbundakte war ein Wendepunkt der
europäischen Geschichte. Dass wir dieses historische Zimmer im Eigentum des Lkr. haben, ist eine Verpflichtung.
Mir war wichtig, den Jahrestag zu würdigen.
Es freut mich sehr, dass und mit welchem Engagement die Schülerinnen und Schüler dieses historische Ereignis aufgearbeitet und für das Publikum lebendig gemacht haben.
So wird Geschichte verständlich und greifbar."
Julia Wagner war ebenfalls sehr zufrieden mit den mitwirkenden Jungs und Mädchen. Die Lehrerin, die das Projekt umgesetzt hatte, sagte: "Für die Schülerinnen und Schüler war
das ein tolles Erlebnis – begonnen mit der Vorbereitung und dem Erarbeiten von Text und Bildern bis zur Aufführung. Diese war der Höhepunkt für alle Beteiligten. Es freut mich,
dass das in dieser Form möglich war und Schule sich auch einmal von einer anderen Seite zeigen konnte." Auch Josef Schütz, stellvertretender Landrat und Bürgermeister der
Stadt Wörth a.d. Donau, nutzte die Gelegenheit, um Wagner und den Schülerinnen und Schülern für die Vorstellung zu danken.
Die Veranstaltung wurde auf Initiative der Landrätin
und mit Unterstützung des Kreiskulturreferats von K-i-W (Kultur in Wörth) in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg organisiert.
Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Wörth a.d. Donau mit Landrätin Tanja Schweiger (3.v.l.) und Ekkehard Hollschwandner (Mitte), der im Theaterstück und
bei Schlossführungen Karl Theodor von Dalberg spielt. Foto: H.C. Wagner
Regensburg (RL). Im Jahr 2019 wurde die Koordinierungsstelle Hebammenversorgung von Stadt und Landkreis Regensburg mit dem Ziel gegründet, die Versorgung durch freiberufliche Hebammen nachhaltig zu verbessern.
Angesiedelt ist sie beim Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Regensburg. Seit September 2024 bietet die Koordinierungsstelle eine Babysprechstunde an, in der junge Eltern an jedem ersten Montag im Monat (3. August 2026) in der Zeit von 10 bis 12 Uhr Unterstützung und Beratung bekommen. Ort der Veranstaltung ist das Gesundheitsamt, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg, Zimmer 2.062. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Themnen der Babysprechstunde?
In der Babysprechstunde können junge Eltern mit ihren Fragen und Anliegen oder einfach zum Austausch kommen – unverbindlich und kostenlos. Hebamme Martina Eibl
unterstützt gerne bei allen Fragen rund ums Baby während dessen erstem Lebensjahr.
Zu folgenden Themen wird beraten und informiert: Stillprobleme, auf Wunsch Gewichtskontrolle Ihres Babys, Beschwerden durch 3-Monats-Koliken, Ihr Baby weint viel und lange und Sie haben schon vieles versucht, aber es wird nicht leichter, Schlafprobleme, Eltern-Kind-Bindung, Sie fühlen sich manchmal im Alltag überfordert, Sie fühlen sich ohne erkennbaren Grund immer wieder traurig und antriebslos, Ernährung mit dem Fläschchen, Einführung der Beikost, Abstillen, Zahnungsprobleme.
Kontakt:
Koordinierungsstelle Hebammenversorgung Stadt und Landkreis Regensburg, Gesundheitsamt, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg, Martina Eibl, Telefon: 0941 4009-155.
Knapp 150 Delegierte und Gäste füllen den Saal im Gasthaus Butz in Wörth an der Donau – Peter Aumer stellt "Kompass Zukunft" für den CSU-Kreisverband vor. Mit einem voll besetzten Saal im Gasthaus Butz in Wörth an der Donau hat die CSU im Landkreis Regensburg ihre Kreisdelegiertenversammlung abgehalten. Knapp 150 Delegierte, Mandatsträger und Gäste folgten der Einladung des CSU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Peter Aumer.
Neben Berichten aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik standen zahlreiche Ehrungen verdienter Mitglieder sowie eine intensive Diskussion über aktuelle
politische Herausforderungen im Mittelpunkt der Versammlung. In seinem Bericht zog Peter Aumer zunächst eine positive Bilanz der vergangenen Kommunalwahl. Die CSU habe ihre
kommunalpolitische Stärke im Landkreis eindrucksvoll unter Beweis gestellt und ihre Stellung in den Städten und Gemeinden weiter ausbauen können. "Unsere Verwurzelung vor Ort
ist unsere größte Stärke. Die Menschen wissen, dass die CSU Verantwortung übernimmt und ihre Anliegen ernst nimmt", betonte Aumer.
Gleichzeitig machte der
Kreisvorsitzende deutlich, dass sich die CSU auf den Erfolgen nicht ausruhen werde. Für die künftige Arbeit stellte Aumer ein Fünf-Punkte-Programm zur Weiterentwicklung
des Kreisverbandes vor. Ziel sei es, den Verband noch moderner, schlagkräftiger und näher an den Mitgliedern auszurichten. Künftig sollen die Mitglieder durch vier
Regionalkonferenzen noch stärker in die politische Arbeit eingebunden werden. Darüber hinaus will die CSU ihre thematische Arbeit mit neuen Themenwerkstätten ausbauen und
ihre Kommunikation über soziale Medien, Newsletter und Messenger-Dienste weiter modernisieren. Auch die Arbeit mit den Arbeitsgemeinschaften soll enger vernetzt, die
Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden intensiviert und gezielt junge Talente und Frauen für politische Verantwortung gewonnen werden.
"Unsere CSU war immer dann
besonders erfolgreich, wenn sie den Menschen zugehört, Verantwortung übernommen und den Mut gehabt hat, sich weiterzuentwickeln. Genau diesen Weg wollen wir konsequent
weitergehen", sagte Aumer. Großen Raum nahm auch die Würdigung langjährig engagierter Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker ein. Der Kreisverband verabschiedete
zahlreiche ausgeschiedene Kreisräte und Bürgermeister und dankte ihnen für ihren oftmals jahrzehntelangen Einsatz für ihre Heimatgemeinden und den Landkreis.
Mit der Ehrenraute in Silber, der höchsten Auszeichnung die der Kreisverband vergeben kann, zeichnete der CSU-Kreisverband außerdem mehrere Persönlichkeiten aus, die sich
über viele Jahre in herausragender Weise um die Partei und die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Geehrt wurden
Gudrun Bauer (Hemau), Herbert Schötz (Wörth an
der Donau), Werner Fischer (Bernhardswald) und Josef Weinmann (Zeitlarn). In seinen Laudationes würdigte Peter Aumer deren jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement, ihre
Verbundenheit mit der CSU sowie ihren prägenden Einsatz für ihre Heimatgemeinden und den Landkreis Regensburg.
Abgerundet wurde die Kreisdelegiertenversammlung durch Berichte
aus den verschiedenen politischen Ebenen. Bundestagsabgeordneter Peter Aumer berichtete aus Berlin, Landtagsabgeordneter Patrick Grossmann informierte über aktuelle Themen aus
dem Bayerischen Landtag. Ergänzt wurde die Diskussionsrunde durch die Vorsitzende des Kreisverbandes des Bayerischen Gemeindetages, Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher, die
die Perspektive der Städte und Gemeinden einbrachte. Gemeinsam stellten sich die vier Mandatsträger den zahlreichen Fragen der Delegierten. Im Mittelpunkt der lebhaften
Diskussion standen unter anderem die finanzielle Situation der Kommunen, die Auswirkungen bundes- und landespolitischer Entscheidungen auf die Gemeinden, der Bürokratieabbau,
die wirtschaftliche Entwicklung sowie aktuelle Infrastrukturprojekte im Landkreis. Die Delegierten nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen und Anregungen direkt an die
Mandatsträger heranzutragen.
Peter Aumer zog zum Abschluss ein positives Fazit: "Die CSU lebt vom offenen Austausch mit ihren Mitgliedern. Gerade die intensive Diskussion
hat gezeigt, wie groß das Interesse ist, unseren Landkreis und unser Land aktiv mitzugestalten. Wenn Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik gemeinsam an einem Tisch sitzen und
miteinander Lösungen erarbeiten, dann profitieren am Ende die Menschen vor Ort." Patrick Grossmann betonte: "Die Herausforderungen unserer Zeit können wir nur gemeinsam
bewältigen. Deshalb ist der regelmäßige Dialog mit unseren Mitgliedern und den kommunalen Verantwortungsträgern unverzichtbar. Die Kreisdelegiertenversammlung hat einmal
mehr gezeigt, wie geschlossen und engagiert die CSU im Landkreis Regensburg auftritt." Elisabeth Kerscher unterstrich die Bedeutung der kommunalen Ebene: "Viele politische
Entscheidungen zeigen ihre Wirkung zuerst in unseren Städten und Gemeinden. Deshalb ist es wichtig, dass die kommunale Ebene frühzeitig in politische Entscheidungen
einbezogen wird."
Bild: Birgit Bauer, vlnr: MdB Peter Aumer, Werner Fischer, Gudrun Bauer, Josef Weinmann, Herbert Schötz, MdL Patrick Grossmann
Regensburg (RL): Kurz vor den Sommerferien kamen die Jugendkreisrätinnen und Jugendkreisräte des Landkreises Regensburg zu ihrer traditionellen Sommersitzung im Landratsamt zusammen. Landrätin Tanja Schweiger begrüßte die Jugendlichen sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags, des Jugendamts und des Kreisjugendrings und leitete die öffentliche Sitzung.
Seit 2015 bietet der Jugendkreistag jungen Menschen aus dem Landkreis Regensburg die Möglichkeit, ihre Anliegen, Ideen und Vorschläge direkt an die Landkreisverwaltung
und die Kreispolitik heranzutragen. Zweimal jährlich treffen sich die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Schulen im Landratsamt, um aktuelle Themen zu diskutieren,
Anträge einzubringen und die Entwicklung des Landkreises aktiv mitzugestalten. Zu Beginn der Sitzung stellte Landrätin Tanja Schweiger die vielfältigen Aufgaben des
Landratsamtes vor. Sie erläuterte die Zuständigkeiten des Landkreises unter anderem für Schulen, Jugendhilfe, Mobilität, Regionalentwicklung sowie Umwelt- und
Gesundheitsthemen und zeigte auf, wie vielfältig die Aufgaben einer Landkreisverwaltung sind. Dabei betonte sie auch die Bedeutung der Kommunalen Jugendarbeit und des
Projekts "Mach mit – entdecke deinen Landkreis", mit dem jungen Menschen die Heimatregion nähergebracht werden soll.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung der
Strukturen der Jugendarbeit im Landkreis. Jugendpfleger Herr Weigl informierte über die Arbeit der Kommunalen Jugendarbeit, die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie die
vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche. Diskutiert wurde auch, wie ehrenamtliches Engagement künftig noch besser sichtbar gemacht werden kann. Die
Landkreisverwaltung kündigte an, Informationen zu Freizeit-, Beteiligungs- und Ehrenamtsangeboten künftig stärker zu bündeln und unter anderem über digitale Angebote sowie
die geplante Familien-App leichter zugänglich zu machen.
Berichte der vergangenen Sitzung
Die Verwaltung informierte die Jugendkreisrätinnen und Jugendkreisräte über den aktuellen Stand der Anträge aus der vergangenen Sitzung. So laufen derzeit Planungen
für zusätzliche Sitzgelegenheiten am Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land, weitere Fahrradabstellmöglichkeiten sowie zusätzliche Wasserspender an den Schulen. Auch die
Erweiterung mehrerer Landkreis-Schulen aufgrund steigender Schülerzahlen war Thema. Landrätin Schweiger machte deutlich, dass der Landkreis in den kommenden Jahren weiterhin
erheblich in den Schulbau investieren wird.
Änderung der Altersgrenze für den Jugendkreistag
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war ein Antrag der Jugendkreisrätinnen Charlotte Pretzl und Mia Nikolicin vom Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land. Seit zwei
Jahren vertreten die beiden ihre Schule im Jugendkreistag und haben in dieser Zeit bereits mehrere Anträge eingebracht, die zu konkreten Verbesserungen am Beruflichen
Schulzentrum geführt haben. Im Laufe ihrer Amtszeit wurde ihnen jedoch bewusst, dass die bisherige Altersgrenze für den Jugendkreistag insbesondere an beruflichen Schulen
kaum praktikabel ist. Nach der bisherigen Regelung endet die Mitgliedschaft mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Da viele Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen
dieses Alter bereits während ihrer Schulzeit erreichen, beantragten Charlotte Pretzl und Mia Nicolizin, dass bereits gewählte Jugendkreisrätinnen und Jugendkreisräte ihre
Amtszeit bis zum Ende des laufenden Schuljahres fortführen dürfen. Der Jugendkreistag stimmte dem Antrag zu. Die Geschäftsordnung wird nun entsprechend angepasst.
Weitere Anliegen der Jugendlichen
Neben den schulischen Themen beschäftigten sich die Jugendkreisrätinnen und Jugendkreisräte auch mit Fragen des ehrenamtlichen Engagements und der Sicherheit an Schulen.
Sie regten an, Beteiligungs- und Freizeitangebote im Landkreis noch besser bekannt zu machen und Möglichkeiten zu schaffen, sich einfacher über ehrenamtliche Tätigkeiten zu
informieren. Außerdem wurden Probleme mit Vandalismus und Diebstählen an Fahrradabstellanlagen angesprochen. Die Landkreisverwaltung sagte zu, die Situation an den
betroffenen Schulen gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort zu prüfen und mögliche Verbesserungen zu erarbeiten.
Schülerbeförderung im Fokus
Breiten Raum nahm die Diskussion über die Schülerbeförderung ein. Die Jugendlichen brachten Fragen zu Busverbindungen, Anschlusszeiten, dem Deutschlandticket sowie
der Kostenfreiheit des Schulwegs ein. Vertreter der Schulverwaltung erläuterten die gesetzlichen Rahmenbedingungen und informierten über Verbesserungen im Busverkehr. So
werden künftig an den letzten Schultagen vor den Ferien zusätzliche Fahrten unmittelbar nach Unterrichtsende angeboten. Darüber hinaus wurde über die unterschiedlichen
Ticketmodelle und deren Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler diskutiert. Zum Abschluss bedankte sich Landrätin Tanja Schweiger bei den Jugendlichen für ihre engagierte
Mitarbeit und die konstruktiven Beiträge. "Der Jugendkreistag ist ein wichtiges Sprachrohr für die junge Generation im Landkreis. Eure Ideen und Anregungen helfen uns,
Entscheidungen noch besser an den Bedürfnissen junger Menschen auszurichten. Wer sich einbringt, gestaltet die Zukunft unseres Landkreises aktiv mit", betonte die Landrätin.
Deshalb werden alle angenommenen Anträge entweder direkt von der Verwaltung des Landratsamtes umgesetzt oder an den Kreistag beziehungsweise an die zuständige Institution
weitergeleitet. Maßgeblich ist dabei, ob der jeweilige Antrag in den Aufgabenbereich des Landkreises fällt.
Die bei der Sitzung am 23. Juli 21 anwesenden Jugendkreisräte kamen von folgenden Schulen:
Gymnasium Lappersdorf, Staatliche Realschule Neutraubling, Edith-Stein-Realschule Parsberg, Regental-Gymnasium Nittenau, St.-Marien-Gymnasium, Berufliches
Schulzentrum Regensburger Land, Sonderpädagogisches Förderzentrum Regenstauf, Mittelschule Alteglofsheim, Realschule Obertraubling, Gymnasium Parsberg, Albertus-Magnus-
Gymnasium, Werner-von-Siemens-Gymnasium, Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld, Von-Müller-Gymnasium, Sonderpädagogisches Förderzentrum Hemau, Albrecht-Altdorfer-
Gymnasium, Berufliche Oberschule Regensburg, Privat-Gymnasium Pindl und Gymnasium Neutraubling. Die nächste Sitzung des Jugendkreistags wird voraussichtlich in der Woche vor
Weihnachten stattfinden. Alle Infos finden Sie auf der Homepage des Landkreises Regensburg unter Jugendkreistag/ Landkreis Regensburg Bei Fragen steht auch die
Hauptverwaltung des Landkreises Regensburg gerne zur Verfügung, Telefon: 0941 4009-642, Mail: Jugendkreistag@landratsamt-regensburg.de.
Der aktuelle Jugendkreistag mit Landrätin Tanja Schweiger (rechts) sowie den Kreisrätinnen Silvia Gross (links), Regina Hamerl und Dr. Eva Schropp. Foto: Tauscher/LRA